Es sollte eine Revanche für die 19:20 -Hinspiel-Niederlage in Heroldsberg gegen den HC Forchheim werden und damit die Abwärtsspirale zu beenden. Mit gemischten Vorzeichen reiste man zum Derby – mit einem angeschlagenen Abwehrchef Dominik Reisinger, ohne Ben Bauer, dafür aber mit den Routiniers Thorsten Artz und Felix Ehler.
Zu Beginn hielt die HSG mit dem Tabellendritten der Oberliga Nord gut mit. Hinten fing man sich gerade einmal drei Treffer ein, auf der anderen Seite gelang selbst zunächst nur ein Treffer. Um Gründe dafür zu finden, musste man kein ,,Handballexperte“ sein – zu viele Fehlwürfe aus besten Positionen und ein starker Lars Göbel zwischen den Pfosten der Gastgeber. Dazu kamen in Halbzeit eins drei Zwei-Minuten-Strafen gegen die Tigerenten, die Gastgeber kamen mit lediglich einer gelben Karte davon. Im Lauf der ersten dreißig Minuten häuften sich die Fehler bei der HSG und so konnten die Forchheimer Tor für Tor davonziehen und sich einen komfortablen Vorsprung von zehn Toren herausspielen (17:7). Es musste also wie so oft in dieser eher durchwachsenen Spielzeit eine Aufholjagd gelingen, um das Blatt noch zu wenden.
Kleiner Spoiler für die zweite Hälfte: Die Aufholjagd gelang nicht in der 35., 40., 45., … Es war nicht der Tag der Schwarz-Gelben. Indikatoren in den 30 folgenden Minuten der Halbzeit waren zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive und eine gute Abwehr, die es dennoch nicht konsequent genug verteidigen konnte und die Forchheimer immer wieder passieren lassen musste. Highlights wie den feinen Dreher von Ralf Schneider in Minute 40 gab es leider wenige.
Zum Ende hin zeigte sich die Mannschaft von Sebastian Wilfling ein letztes Mal aufopferungsvoll kämpfend. Es gelang aber lediglich noch ein wenig Kosmetikkorrektur beim Ergebnis. Mit der Schlusssirene stand die achte Niederlage im 15. Spiel auf der Anzeigetafel. Mit einem am Ende doch nicht ganz so krachenden 30:22 geht es nun kommende Woche zuhause gegen den nächsten Top-Gegner DJK Rimpar II. Bedauerlicherweise hat sich Milan Stancic kurz vor Ende eine Sprunggelenksverletzung zugezogen, ein MRT-Ergebnis steht noch aus. Der ohnehin schmale und bereits durch Verletzungen reduzierte Kader stellt eine große Herausforderung für die HSG dar.
HSG: von Borstel, Teichert (beide TW) – Xanthakis, Stancic (4), Reisinger (2), Scholz (5), Kallmeier, Stöckl A., Philippi, Weigl, Ehler (1), Artz (1), Schneider (9/2) HCF: Goebel (1), Farra (beide TW) – Klinger, Kühle, Mückusch (2), Wunder (3), Distler, Gräsl, Opitz (6), Samel, Sauter M. (2), Rost, Sauter L. (8), Mach (5/2), Duscher, Ihrke (3)