Saison der „Ersten“

  • Zum letzten Saisonspiel des Jahres 2019 ist die Spielgemeinschafft aus Lauf und Heroldsberg noch einmal auswärts gefragt gegen die „Störche“ des MTV Stadeln. Mit einem Sieg gegen den Tabellenvorletzten aus dem Fürther Umland kann sich die HSG nicht nur zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum legen, sondern auch eine ganz passable Ausgangssituation für das neue Handballjahr schaffen. Coach Korn mahnte aber, solche bereits auf dem Papier glasklar erscheinende Spiele müssen erstmal gewonnen werden. Wenn man sich die Ergebnisse der Stadelner anschaut, gingen die Spiele gegen die Spitzenteams aus Cham, Fichtelgebirge und Münchberg nur knapp verloren. Gegen die überraschend starke Truppe des TV Roßtal konnte man sogar ein Unentschieden herausspielen. So ist man gewarnt und wer das Spiel auf die leichte Schulter nimmt und mit dem Kopf schon in der vorweihnachtlichen Glühweinzeit ist, der wird sich schwer tun auswärts etwas Zählbares mitzunehmen. Die Schwarz-Gelben gehen allerdings mit ordentlich Rückenwind in die Partie. Letztes Wochenende schaffte man es mit einer unfassbaren Mannschaftsleistung einen 8 Tore Pausen-Rückstand binnen 30 Minuten aufzuholen und das Spiel am Ende mit einem Tor Unterschied zu gewinnen. Spannend wie in jedem Spiel gegen die Störche wird auch das Brüderduell der Familie Scheuerer. So reisen die Tigerenten hoch motiviert zu ihrem letzten Spiel für dieses Jahr, leider muss man aber auf das geliebte Haftmittel verzichten. Anpfiff ist Samstag um 16 Uhr in der Stadelner Julius-Hirsch-Sportzentrum.

  • Als letzte Mannschaft am Heimspieltag in Heroldsberg empfing die erste Herrenmannschaft der HSG Lauf-Heroldsberg die zweite Mannschaft aus Erlangen-Bruck. Bereits vor dem Spiel war klar, dass dieses Spiel alles andere als einfach wird. Die Brucker haben in einigen Spielen bereits gezeigt, dass sie sich im Vergleich zur Vorsaison deutlich verstärkt haben. Dass die erste Halbzeit allerdings so verläuft, konnte keiner vorherahnen. Die Hausherren, die in den ersten Minuten den besseren Start erwischten, verloren in den folgenden Minuten komplett den Faden. Vorne konnte man teilweise freie Würfe nicht im Tor unterbringen und hinten in der Abwehr gelang es nicht, die athletisch starken Brucker in den Griff zu bekommen. Nach der anfänglichen Führung der HSG ging es dann sehr schnell in die andere Richtung und man musste aus Sicht der HSG erschreckenderweise einen zwischenzeitigen Rückstand von 10 Toren auf der Anzeigetafel lesen. Zur Halbzeit konnte dieser zumindest auf 8 Tore (9:17) reduziert werden. Nach anfänglicher Betroffenheit in der Kabine waren sich das Team und die Trainer schnell einig, dass das in Halbzeit zwei über eine geschlossene Teamleistung besser laufen muss und besser laufen wird. Die Zuschauer in der Gründlachhalle erlebten in der zweiten Hälfte eine komplett andere Heimmannschaft, die es über Teamgeist, Kampf und Entschlossenheit schaffte sich Tor für Tor heran zu kämpfen, um somit den Grundstein für eine spannende Schlussphase zu legen. Besonders Niko Schöffel konnte mit sechs seiner neun erzielten Rückraumtore für Hoffnung und letztendlich auch Euphorie sorgen. Als in der 54. Minute das erste Mal wieder der Ausgleich erzielt wurde, begann eine nervenaufreibende Schlussphase mit allem, was dazu gehört. 2-Minuten Strafen, ein von Götz parierter Siebenmeter und der beim Stand von 27:26 mit dem Schlusspfiff gegebene Freiwurf für Erlangen-Bruck. Als dieser nicht verwandelt werden konnte, war die kleine Sensation perfekt und der Jubel bei der Heimmannschaft und ihren Fans groß. Mit dieser Euphorie kann die HSG sich nun auf das letzte Spiel des Jahres nächste Woche in Stadeln vorbereitet, um den Jahresabschluss positiv zu gestalten und mit einem guten Gefühl in die kurze Winterpause zu gehen. HSG: von Borstel, Götz; Schnippering, Scholz, Schöffel (9), Kister (2), Meier (1), Laugner (2), Kemper, Zahn (1), Räbel (1), Scheuerer (6/3), Reisinger L. (5) Bruck: Will (3), Resimius (5), Schalk (2), Faber, Ripper (2), Baumeister, Frey (2), von der Burg, Paduch (3), Schmautz, Großhauser (8/5), Wolf, Grote (1), Mayer

  • Nach der enttäuschenden Niederlage in Ingolstadt haben die Tigerenten die Tabellenspitze erstmal aus den Augen verloren und müssen sich eigentlich erst einmal neu sortieren. Dazu wird aber kaum Zeit sein, denn wenn etwas Holbares bei dem Match gegen die Reserve des TV Erlangen-Bruck am 07.12.2019 um 19:30 Uhr in der Gründlach Halle in Heroldsberg herauskommen soll, muss das Team wieder an die starken Leistungen dieser Hinrunde anknüpfen. Die Oberligareserve aus der bayerischen Handball-Hauptstadt Erlangen präsentiert sich nämlich zur Zeit in starker Form und will in dem Match mit Derbycharakter unbedingt punkten. In ihren drei letzten Matches schlugen die Brucker im Derby den HC3, gewannen überraschend in Mainburg und besiegten anschließend auch noch Bayernligaabsteiger Rothenburg und ließen mit dieser Serie die Liga aufhorchen. Das Team setzt sich dabei aus einem breiten Pool Erlanger Talente zusammen, dabei setzen die Brucker aber einen Gegenpol zum rein leistungsorientierten HC Erlangen. Ohne viel finanziellen Spielraum ist der Gemeinschaftsgedanke beim TV prägend. Dennoch ist die Reserve auch ein Sprungbrett für den ein oder anderen Spieler zu einer der Erlanger Topmannschaften. Ein Gros der Spieler des TV Erlangen Bruck kommt aus der Talentschmiede des HC Erlangen und haben die Jugendmannschaften des großen Stadtrivalen durchlaufen. Auf die HSG wartet also ein hochmotiviertes, junges Team, das über eine hervorragende Handballausbildung verfügt. Dazu kommt, dass die aufstrebende Reserve gerade zu einem Zeitpunkt kommt, an dem die HSG noch mit der Enttäuschung der letzten Woche kämpft. Der Auswärtsauftritt in Ingolstadt hinterließ nämlich mal wieder einige Fragezeichen. Eigentlich wollte das Team um die Trainer Korn und Peer eine Serie starten, verlor aber bei der abgebrühten Ingolstädter Truppe schlicht die Nerven. Die mangelnde Konstanz in allen Mannschaftsteilen und die großen Schwankungen der individuellen Leistungen der Spieler bereiten den Coaches dabei besondere Sorge. Zu sehr ist man auch momentan von Ausnahmekönner Jens Scheurer abhängig. Vor allem die Überzahlsituationen werden zur Zeit nicht ausreichend genutzt. Dennoch muss das Team jetzt schnell wieder zusammenrücken, um die bisher gute Saison nicht bis Weihnachten einzutrüben. Knüpft man an die starken Leistungen, die man in der Hinrunde schon gezeigt hat, an, sollte das auch machbar sein. Grundvoraussetzung ist dabei aber auch, dass sich das Team als Einheit präsentiert. Besonders in einem echten Lokalderby ist die gegenseitige Unterstützung und ein entsprechender Kampfgeist entscheidend. Außerdem freut sich die Mannschaft auf einen Heimspieltag und das treue Heroldsberger Publikum. Den Trainern Peer/Korn steht für das Spiel der komplette Kader zur Verfügung.

  • Am Samstag Abend machten sich die Handballer der Spielgemeinschaft aus Heroldsberg und Lauf auf den Weg zu ihrem Auswärtsspiel bei der MTV Ingolstadt. Das Spìel war auf den 30.11. verschoben, da der eh schon dünn besetzte Kader der Ingolstädter zum ursprünglichen Termin fast komplett „außer Gefecht“ war. Die Tigerenten starteten hochmotiviert in das Spiel. In der Abwehr war man bissig und suchte den Kontakt zum Gegner. Im Angriff lag der Fokus darauf, Lücken in die Abwehr der extrem defensiv spielenden Ingolstädter zu reißen. Hauptsächlich aufgrund der fehlenden Souveränität im Abschluss der HSG entwickelte sich ein Spiel, in dem sich keine Mannschaft absetzten konnte. In der 11. Minute stand es 6:6, danach startete die HSG einen Mini Lauf angeführt von dem stark aufspielenden Jens Scheuerer und konnte zur 20. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung zum 7:10 herausspielen. Doch dann drehte die Heimmannschaft auf und verbuchte bis zur Halbzeit eine 14:13-Führung. Nun wollte man in der Halzeitpause gemeinsam eine Lösung finden, um gegen den körperlich robusten Angriff der Ingolstädter anzukommen. Dies gelang den Tigerenten allerdings nicht. Immer wieder schaffte es die Heimmanschaft, die Bälle an den Kreis durchzustecken. Auch eine offensivere Abwehr-Variante wollte vor allem in der Überzahl nicht fruchten. Der Ball fand immer wieder den Weg ins Netz der Tigerenten. So stand es nach 15 Minuten der zweiten Halbzeit 23:23. Mit zunehmender Spieldauer schlug die anfängliche Euphorie bei den Schwarz-Gelben immer mehr in Frustration um. Sechs Minuten vor Schluss stand es es wieder Unentschieden 27:27. Nun ließ sich die HSG auch noch von der Hektik der Heimmannschaft anstecken. Vier Minuten vor Ende schafften die Tigerenten zwar noch einmal eine 27:28 Führung, doch in der verbleibenden Spielzeit gelang es nicht mehr, den Ball einzunetzen. Ingolstadt erzielte 40 Sekunden vor Schluss den 29:28-Führungstreffer und rettete den Sieg über die Ziellinie. Sichtlich betroffen tratt die HSG die Heimreise an. Nun heißt es in der kommenden Trainingswoche die Niederlage zu verarbeiten und sich für das nächste Heimspiel gegen die Reserve des TV Erlangen-Bruck vorzubereiten. HSG: Götz, von Borstel – Schnippering, Schießl, Reisinger D. (1), Scholz (2), Schöffel (2), Kister (2), Meier (3), Laugner (2), Zahn (1), Räbel (1), Scheuerer (14/3), Reisinger L. MTV: Libert, Almasi (2), Sabljakovic (4), Serban (8), Achhammer (1), Dzolic (2), Macovei (5), Fejzovic, Rausch, Langmeier, Balasz (7/1) Besser lief es bei der HSG III unter schwierigen Bedingungen beim Nachholspiel in der Gründlachhalle in Heroldsberg. So standen vor Spielbeginn gegen Stadeln III Coach Christoph Schweikert lediglich 9 Mann mit 2 Torhütern zur Verfügung. Durch kurzfristige Zusage von HSG I Coach Markus Korn gelang es der zweiten Tigerenten Reserve durch eine ruhige geschlossene gute Leistung einen souveränen und stets ungefährdenden 31:23 Heimsieg einzufahren. So kommt es am 18.12.19 um 20.30 Uhr in Ansbach bereits zum ersten kleinen Finale. Die Ansbacher sind ebenso ungeschlagen und führen die Tabelle aktuell noch als Tabellenführer mit 11:1 Punkten vor der HSG III mit 10:0 an.

  • Die HSG Lauf/Heroldsberg will im Nachholspiel nach dem dritten Tabellenplatz greifen. Jedoch hängen die Trauben beimAngstgegner MTV Ingolstadt hoch, Anpfiff ist Samstag den 30.11.2019 um 18:30 Uhr in der Schulsporthalle Permoserstr.9 in Ingolstadt. Gegen den ambitionierten Verein aus der Audi-Stadt gab es nämlich bisher wenig zu holen für die Tigerenten. So konnte man die letzten drei Begegnungen mit dem körperlich sehr robusten Team nicht für sich entscheiden. Umso mehr wollen die Tigerenten den Bock endlich umstoßen und in Oberbayern gewinnen. Doch zu unterschätzen sind die individuell sehr stark besetzten Gastgeber keinesfalls. Die Ingolstädter haben sich nämlich in den letzten Spielen stark präsentiert und konnten den miserablen Saisonstart ein wenig vergessen machen. Hintergrund ist, dass vor der Saison – nachdem die Vision 2020 (Ingolstadt wollte bis 2020 in Liga 3 spielen) geplatzt ist – nicht alle Spieler gehalten werden konnten und es zudem einen Trainerwechsel gab. Das Skelett der Mannschaft um die Achse Sabljakovic, Serban und Macovei blieb dem Verein jedoch treu und verfügt nach wie vor über höchste Qualität. Aber auch der Rest der ersten Sieben hat höherklassige Erfahrung und ist vor allem im Positionsangriff enorm schwer zu stoppen. Einzig in der Breite fehlen dem Team Alternativen und so trat das Team einige Spiele nur mit 1-2 Auswechselspielern an. Hier liegt auch der Grund für die Spielverlegung gegen die HSG, da die Ingolstädter nach krankheitsbedingten Ausfällen keine Mannschaft zu dem Ursprungstermin zusammen bekamen. Da aber bei dem Tempo in der Landesliga bei einer so dünnen Kaderdecke nur schwer über 60 Minuten mitgehalten werden kann, verlor Ingolstadt seine Spiele und Macher und Mäzen Norbert Hartmann reagierte mit der Nachverpflichtung von Hochkaräter Gabriel- Cosmin Libert (ehemals 1. Liga Rumänien). Zwar befindet sich Ingolstadt noch im Tabellenkeller, aber besonders das knappe 32:33 letztes Wochenende beim heimstarken Spitzenteam TV Münchberg ließ aufhorchen und steht für den Aufwärtstrend der letzten Wochen.   Die Tigerenten haben also wieder keine leichte Aufgabe vor der Brust, auch weil man auf das geliebte Harz verzichten muss und der ein oder andere Spieler mit Blessuren in der Trainingswoche pausieren musste. Auf die bisher so sattelfeste Defensive kommt eine echte Bewährungsprobe zu und man ist auch wieder auf die leichten Tore aus der ersten und zweiten Welle angewiesen. Hier werden wieder die pfeilschnellen Außen Schnippering und Scholz in der Verantwortung stehen. Dennoch fährt man mit breiter Brust und als klarer Favorit nach Oberbayern, wohlwissend dass man hier nur mit entsprechender Einsatzbereitschaft etwas Zählbaresmitnehmen kann. Hierzu steht den Trainern der volle Kader zur Verfügung, wobei hinter Lukas Reisinger und Nils Kemper noch Fragezeichen stehen.

Tabelle Saison

Spielplan