Saison der „Ersten“

  • Die Vorzeichen beim schwierigen Auswärtsspiel bei der Spielgemeinschaft aus Münchberg und Helmbrechts waren klar. Man wollte die Blamage von letzter Woche revidieren und zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Doch das war alles andere als leicht. Die Mannschaft musste immer noch auf Spielmacher Jens Scheuerer verzichten, Nils Kemper war auf der Skihütte und Lukas Luggi Reisinger klagt immer noch über Rückenbeschwerden. Es musste also über Kampf und Emotionen kommen, was in den ersten Minuten des Spiels gut funktionierte. Vorne gab es immer wieder klare Tore durch Durchbrüche und hinten stand noch ein Max von Borstel, wenn doch mal ein Ball aufs Tiegerentenclub Gehäuse kam. Doch die 4-Tore Führung hielt durch unkonzentrierte Aktionen nicht lange an und man ging mit 12:12 zum Pausentee. Trainer Korn appellierte, dass jeder verantwortungsvoll in den kommenden 30 Minuten mit den Ball umgehen muss, was die Mannschaft auch beherzte. Die Abwehr stand mit Abwehrchef Dominik Reisinger bombenfest und konnte lediglich mit der schnellen Mitte der Heimmannschaft überwunden werden. Im Angriff trafen Niko Schöffel und Andreas Kister immer wieder die richtigen Entscheidungen, wodurch man einen hoch verdienten Auswärtssieg mitnehmen konnte. Das Wichtige an diesem Tag waren nicht nur die zwei Punkte, sondern das gute Gefühl für das kommende harte Spiel daheim gegen MTV Ingolstadt nächsten Samstag um 19:30 Uhr in Heroldsberg. Man sieht, dass es nur mit der richtigen  Einstellung klappt und man in dieser Liga nicht mit 80% Einstellung gewinnt. HSG: Schnippering (4), Reisinger D. (2), Scholz (2), Schöffel (5), Kister (5), Meier (5), Laugner (6/1), Zahn (3), Max von Borstel, Götz, Räbel, Reisinger L., Hericks TV Münchberg: Oberländer (4), Kalas (3), Panzer (2), Merz (1), Winterstein, Bär (8/6) Mayer (2), Biller, Leupold, Lad (4), Hurt, Roßner (1), Eckardt (3)

  • Nach der desolaten Heimvorstellung gegen Bayreuth droht der HSG Lauf/Heroldsberg wieder das Prädikat Wundertüte. Gegen den TV Münchberg haben die Tigerenten aber die Chance, verlorene Punkte wieder „zurückzuholen“, denn gegen die unheimlich heimstarken Oberfranken ist ein Auswärtssieg mit einem Husarenstreich gleichzusetzen und vor einer Saison nie einzuplanen. Mit einem Auswärtssieg könnte man wieder einigermaßen in die Spur zurückkommen, auf Tuchfühlung mit den Topplätzen bleiben und zeigen, dass das Bayreuthspiel als kleiner Betriebsunfall abgehakt werden kann. Um die Punkte am 25.01.2020 um 19:45 Uhr in der Sporthalle Helmbrechts zu entführen, muss die HSG aber ihr anderes Gesicht zeigen und vor allem in Punkto Einstellung alles in die Waagschale werfen. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, lässt sich schnell an den Ergebnissen der letzten Jahre ablesen – da gab es nämlich zum Teil deutliche Klatschen gegen die zukünftige Spielgemeinschaft aus Münchberg und Helmbrechts. Jedoch stehen Trainer und Spieler nach dem Heimdebakel in der Pflicht und wollen zeigen, dass sie die Saison noch lange nicht abgeschrieben haben. Der Gastgeber steckt dabei aber in einer ähnlichen Situation wie die HSG. Mit jeweils 11 Minuspunkten haben sich beide Teams zusammen mit dem TV Erlangen-Bruck 2 im Verfolgerfeld hinter der Spitze eingereiht und dürfen sich keinesfalls weitere Ausrutscher leisten. Die Oberfranken sind – nachdem die Fusion mit der Herrenmannschaft des TV Helmbrechts verkündet wurde – mit großen Ambitionen in die Runde gestartet. Dies wurde mit der Verpflichtung von Thomas Wilke von Absteiger SG Auerbach/Pegnitz unterstrichen. Da der letztjährige Vize-Torschützenkönig aber bisher nicht wie erhofft gezündet hat, müsste Münchberg doch schon einige Federn lassen. Im Gegensatz zur HSG hat Münchberg jedoch nur Punkte gegen absolute Topteams eingebüßt, während die Pflichtaufgaben alle erfüllt wurden. Diese Tatsache zeigt der HSG schon, dass man vom Team des Coaches Lichtinger keine Geschenke erwarten braucht. Ein weiterer Beleg für die Schwere der Aufgabe ist, dass Ligaprimus Cham seine bisher einzige Saisonniederlage bei den Münchbergern zu verzeichnen hatte. Die Stärken der Gastgeber sind hinlänglich bekannt. Mit dem letztjährigen Torschützenkönig Vid Kalas spielt der wohl beste Linkshänder der Liga für das Team. Weiterer Aktivposten ist Jan Lad, der es wie kaum ein anderer Mittelmann in der Liga versteht, das Spiel zu lesen und den Takt anzugeben. Dazu kommt die abgezockte und disziplinierte Münchberger Spielweise. Verzichten muss Münchberg jedoch auf Wilke, der aufgrund einer Schiedsrichterbeleidigung noch gesperrt ist. Da der Kader nach der Fusion mit der Helmbrechtser Mannschaft aber an Breite gewonnen hat, wird Coach Lichtinger diese Lücke kompensieren können. Obwohl dadurch die Favoritenrolle klar an die Münchberger geht, will das Team der Coaches Peer und Korn die Chance nutzen ein Zeichen zu setzen. Dass man dazu in der Lage ist hat das Team schon oft genug bewiesen, muss dafür aber enger zusammenrücken und eine Top-Einstellung an den Tag legen. Denn nur wenn alle Rädchen bei der HSG ineinandergreifen, wird man eine Chance auf was Zählbares haben. Personell steht hinter Jens Scheuerer noch ein Fragezeichen, Rückraumshooter Nils Kemper ist verhindert.

  • Nachdem sich die Wogen im Lager der HSG etwas geglättet haben und die Hinrunde mit einem erkämpften Derbysieg gegen Roßtal doch noch einigermaßen versöhnlich abgeschlossen wurde, steht eine schwere Pflichtaufgabe auf dem Programm. Mit der Reserve von Haspo Bayreuth gibt eine sehr abwehrstarke Mannschaft ihre Visitenkarte am Samstag den 18.01.2020 um 19:30 Uhr in der Gründlachhalle in Heroldsberg ab. Die Bayreuther sind keinesfalls ein zu unterschätzender Gegner, der in der Runde zwar schon viel Lehrgeld zahlen musste, aber schon oft bewiesen hat, dass die Mannschaft absolut konkurrenzfähig ist. Mit 7 Pluspunkten steht das Team um Trainerfuchs Andreas Berghammer mitten im Abstiegskampf, das untere Mittelfeld der Tabelle ist aber durchaus noch in Schlagdistanz. Aufhorchen ließen die Bayreuther, als man zuhause gegen Ligaprimus ASV Cham einen Punkt erkämpfte, womit eigentlich schon gesagt ist, zu welchen Leistungen das Team fähig ist. Die Bayreuther können auf einen großen Fundus hoffnungsvoller Talente, aber auch altgedienter Routiniers zurückgreifen, weshalb sich die Mannschaft schwer ausrechnen lässt. Konstante im Spiel ist die bedingungslose Abwehrarbeit, was sich in der Tatsache wiederspiegelt, dass die Oberfranken momentan die viertbeste Abwehr der Liga stellen. In der Offensive hat sich das Team aber noch nicht voll in der Liga akklimatisiert und hat momentan den schwächsten Angriff. Kommen die Bayreuther aber mal in ihr gefürchtetes Gegenstoßspiel wird es für jeden Gegner unangenehm. Diese Erfahrung haben die Tigerenten schon beim Hinspiel gemacht, in dem man in einer Abwehrschlacht aber die besseren Nerven hatte und mit 20:14 beide Zähler mit nach Hause nahm. Dennoch ließen sich die Wagnerstädter nie ganz abschütteln und blieben über 60 Minuten gefährlich.  Schlüssel für den Erfolg war dann letztendlich ein geduldiges Angriffsspiel bei dem man konsequent auf die eigene Chance wartete und so unnötige Ballverluste vermied. Als Konsequenz konnte man Bayreuth dann ins Positionsspiel zwingen und mit einer engagierten Abwehrarbeit begegnen. Genau das wollen die Trainer Korn und Peer von ihren Mannen auch am Samstag sehen, wobei jedem Spieler klar sein muss, dass ein kampfstarker Gegner wie Bayreuth nicht im Vorbeigehen zu schlagen ist. Bei der HSG will man zeigen, dass man mit dem Derbysieg wieder in die Spur gefunden hat und die Spitzenplätze noch nicht ganz aus dem Visier verloren hat. So geht es neben den Punkten auch darum weiter Selbstvertrauen für die kommenden schweren Auswärtsaufgaben zu sammeln.  Dennoch wird das Team von Korn/Peer nur erfolgreich sein, wenn eine ähnliche Einstellung wie gegen Roßtal auf der Platte gezeigt wird. Gegen Bayreuth wird mit Scheuerer weiterhin der Denker und Lenker der HSG fehlen, ansonsten ist der Kader vollständig.

  • Im ersten Spiel nach der Weihnachtspause musste die HSG Lauf/Heroldsberg im letzten Spiel der Hinrunde zuhause gegen den starken Tabellendritten TSV Roßtal antreten. Obwohl wichtige Spieler fehlten und in den Ferien nicht ideal trainiert werden konnte, schaffte die HSG einen wichtigen Heimsieg im Derby! Das Spiel startete durchaus hoffnungsvoll. Die HSG hatte im Angriff immer das richtige Mittel gegen offensiv stehende Gäste parat. Auch in der Abwehr agierte man als Team und hatte gute Aktionen.  Nach und nach kamen dann aber die Roßtaler immer besser ins Spiel und gingen in der 25. Spielminute erstmals mit zwei Toren in Führung. Leichte Ballverluste, Fehlwürfe und unkonzentriertes Abwehrverhalten prägten in dieser Phase das Spiel der Hausherren. So ging es mit einem 8:10 in die Halbzeitpause. Gleiches Bild zu Beginn der zweiten Halbzeit, viel zu viele technische Fehler und Fehlwürfe führten dazu, dass man den Rückstand nicht direkt aufholen konnte. Zum Glück konnte man sich an diesem Tag auf einen überragenden Torhüter Andreas Götz verlassen, der die Gäste immer wieder zur Verzweiflung brachte. Darauf aufbauend kam die HSG offensiv immer besser in Fahrt und schaffte in der 43. Spielminute erstmals wieder den verdienten Ausgleich. In einer hitzigen Schlussphase behielt man dann zum Glück einen kühleren Kopf als die Gäste und konnte so einen knappen Heimsieg einfahren.  Mit 22:21 schaffte es die HSG den drittplatzierten TSV Roßtal zu besiegen und so wieder den Anschluss an die Spitzenteams herzustellen. Nächste Woche findet dann bereits das zweite Heimspiel in Jahr 2020 statt. Am Samstagabend um 19.30 Uhr ist der Haspo Bayreuth 2 zu Gast in der Gründlachhalle in Heroldsberg. Also heißt es die Woche wieder ordentlich zu trainieren um die nächste zwei Punkte einzufahren. HSG: von Borstel, Götz, Schnippering, Zahn (1), Scholz, Kemper (1), Schöffel (8/3), Reisinger D. , Laugner (1), Meier (2), Reisinger L. (3), Hericks (3) , Räbel (3) TSV Roßtal: Bühler, Schmidt (4), Ehrmann (2), Cisse (1), Schuh (2), Brandscher (1),  Meßthaler, Haltrich (2), Hirschsteiner (4/2),  Schatz, Nepf (1), Hofer (4/2),  Hagen, Gruber

  • Nach den enttäuschenden letzten drei Spielen, mit denen die HSG mit nur 2:4 Punkten zu den Spitzenteams abreißen lassen musste, steht zum Abschluß der Hinrunde das Derby gegen den TSV Roßtal an. Anpfiff beim Heimspiel gegen den Tabellendritten ist am Sonntag den 12.01.2020 um 16:00 Uhr im Haberloh in Lauf. Die lange Weihnachtspause wurde vor allem dazu genutzt, Wunden zu lecken und wieder neuen Schwung für den Rest der Runde zu holen. Da es aber nicht leichter wird wie bei dem Tabellenvorletzten aus Stadeln, muss die Mannschaft schnell die missglückten letzten Spiele abhaken und einen Neustart schaffen. Gegen den TSV Roßtal gibt nämlich nicht nur ein Angstgegner der HSG in Lauf seine Visitenkarte ab, es handelt sich außerdem um ein echtes Derby. Besonders schwer wiegt für die HSG, dass der alte Rivale der HSG langsam den Rang abzulaufen droht. Die Gäste stehen nach einer bisher bärenstarken Hinrunde vor den Tigerenten auf Platz 3. Das spiegelt die Tatsache wider, dass aus der früheren Fahrstuhlmannschaft in den letzten zwei Jahren ein respektables Landesligateam geworden ist. Besonders gerne punkten die Roßtaler dabei gegen die Lauf-Heroldsberger und holten sich im letzten Jahr gleich 3 von möglichen 4 Punkten. Aktuell belegt das Team mit lediglich 6 Minuspunkten den Platz hinter den beiden Spitzenteams und liegt in Lauerstellung ganz oben anzuklopfen. Dabei kann das Team von Trainer Bernd Hitzler auf sein bewährtes Erfolgsrezept setzen: eine sehr starke rechte Angriffsseite mit Routinier Sebastian Schuh, eine kompakte und aggressive Abwehr und ein sehr großer Kampfgeist. Die immer hochmotivierten Roßtaler Akteure werden zudem auch auswärts von ihren lautstarken Fans angetrieben und brennen auf den nächsten Streich in der Derbygeschichte. Die HSG erwartet also ein hochmotiviertes Spitzenteam, nur eine absolute Topleistung wird zu etwas Zählbarem führen. Die Mannen um die Coaches Korn und Peer müssen vorerst sowieso von Spiel zu Spiel denken und sind auf gehörige Schützenhilfe angewiesen, um sich wieder an die Tabellenspitze heranzuarbeiten. Grundlage dafür ist aber eine grundsätzlich geänderte Einstellung im Vergleich zu den letzten Partien. Besonders auf individueller Ebene hatten die Spieler der HSG – außer Lenker Jens Scheuerer – viel zu viele Leistungsschwankungen. Auch in der Abwehrarbeit ließen die Tigerenten zuletzt den absoluten Einsatzwillen vermissen. Was wäre ein besserer Anlass als ein Derby, um den Schalter wieder umzulegen? Insgesamt hat die HSG in der Hinrunde schon zur Genüge gezeigt, welch großes Potenzial in der Mannschaft steckt. Und wenn das Team die richtigen Schlüsse aus der letzten Durststrecke gezogen hat, ist nicht nur im kommenden Match sondern auch in der Rückrunde noch einiges möglich. Nachdem sich Keeper Max von Borstel nach seiner Gehirnerschütterung zurück gemeldet hat, steht dem Trainerteam wieder der gesamte Kader zur Verfügung.

Tabelle Saison

Spielplan