Saison der „Ersten“

  • Die Vorzeichen für das Spiel gegen den TSV Sauerlach waren mehr als nur ungünstig für die Spielgemeinschaft aus Lauf und Heroldsberg. Neben den Langzeitverletzten Zahn und Schöffel musste Coach Korn nicht nur weiterhin auch auf Kemper verzichten, es reihten sich noch Scholz, Lukas Reisinger, Mosler und Vollmer in den Kreis der abwesenden Spieler ein. Diese hohe Abwesenheitsquote spürte man unter der Woche auch deutlich im Training. Es fiel schwer die zur Vorbereitung auf das Spiel ausgedachten Inhalte auf die Platte zu bringen. Dennoch startete die HSG motiviert in das Spiel gegen Oberbayern. Der Start fiel allerdings nicht wie geplant aus. Überfallartig starteten die Gäste in die Partie und so mussten die Tigerenten schnell drei Gegentore hinnehmen, bevor der eigene Motor im Angriff ans Laufen kam. Im Laufe der ersten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber im Angriffsspiel, allein in der Defensive fand man noch keinen Zugriff. So war man gezwungen beim Spielstand von 6:10 die erste Auszeit zu nehmen. Von da an lief es besser in der Abwehr rund um Dominik Reisinger. Es dauerte nur acht Minuten bis zum 13:13-Ausgleich. Bis zur Halbzeit konnte sich dann keine der beiden Mannschaften absetzen und so ging es mit einem Last-Minute-Treffer durch Tim Meier mit 16:15 in die Kabine. Mit der Halbzeitansprache nutzte das Trainergespann Korn/Zahn die Gelegenheit ihren Schützlingen noch ein paar Tipps mit auf den Weg zu geben. So war man gewillt, das Angriffsspiel weiter so erfolgreich zu gestalten wie in Hälfte eins und gleichzeitig in der Defensive noch mehr Stabilität einzubringen. In Hälfte 2 konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, leidglich in der 46. Minute schaffte es die HSG mit Lenker und Denker Jens Scheuerer sich einmalig einen 3-Tore-Vorsprung zu erkämpfen. Doch nun rächte sich die dünne Personaldecke und auch die Unkonzentriertheit in den Abschlüssen. Die Tigerenten schafften es nicht, die Führung über die Zeit zu bringen und so konnten die Gäste kurz vor Schluss wieder auf 28:28 gleichziehen. In einer hektischen Schlussminute profitierte die HSG 15 Sekunden vor Schluss noch von einem Ballverlust des TSV Sauerlach. Doch leider konnte hieraus kein entscheidender Profit mehr gezogen werden. Der direkte Freiwurf von Dominik Reisinger nach Ablauf der 60 Minuten fand zwar eine Lücke in der Abwehrmauer, landete aber am Aluminium. Somit gab es das erste Unentschieden für die Spielgemeinschaft aus Lauf und Heroldsberg in dieser Saison. Durch die überraschende Niederlage des TSV Simbach auswärts in Schwabach verliert die HSG den Anschluss an das Spitzenduo aus Ismaning und Simbach nicht und kann sich auf das Spitzenspiel nächstes Wochenende auswärts beim Ligaprimus Simbach freuen. HSG: Götz, von Borstel, Schnippering 1, Scheuerer S. , Reisinger D. , Götschel, Meier 3, Hinkelmann 6, Laugner 3, Scheuerer J. 10, Frank 5 TSV Sauerlach: Jeremias 4, Batzer, Brückl 1, Falkenhahn 3, Hetzel, Cetin, Borchert 1, Pflüger 3, Atzinger 2, Ametsbichler S. , Ametsbichler M. 2, Schinkel 12

  • Eine angenehme Überraschung hatte der letzte Spieltag für die HSG Lauf/Heroldsberg parat. Unerwartet rückten die Tigerenten nach dem souveränen Derbysieg in Schwabach auf den zweiten Tabellenplatz vor. Grund dafür ist, dass der TSV Ismaning zuhause gegen den TSV Sauerlach nicht über ein 22:22 hinauskam und somit einen Punkt liegengelassen hat. Und ausgerechnet besagte Sauerlacher gastieren am Samstag den 20.11.2021 um 20:00 Uhr in der Laufer Haberlohhalle. Damit der angenehmen Überraschung keine unangenehme folgt, müssen die Tigerenten also gegen einen brandgefährlichen Gegner bestehen. Zwar belegen die Sauerlacher momentan „nur“ den siebten Tabellenplatz, was aber laut Experten nicht annährend dem Leistungsvermögen der Oberbayern entspricht. Schaut man sich die bisherigen Ergebnisse der Sauerlacher nämlich genauer an, fallen zwei Dinge auf: erstens das Team hatte ein äußerst schweres Auftaktprogramm und zweitens waren alle Niederlagen bisher sehr knapp. Nach der Ein-Tor-Niederlage gegen Regensburg (Tabellenvierter) und der Zwei-Tore-Niederlage gegen Tabellenführer Simbach war der Punktgewinn gegen Ismaning fast schon überfällig. Dabei ärgert das Team von Jörg Hetzel die Großen vor allem durch hohe Disziplin und sehr fehlerarmes Spiel. Außerdem hält der Taktikfuchs mit seinen Kniffen jeden Gegner auf Trab. So beherrschen die Sauerlacher diverse Abwehrformationen, außerdem wird das Spiel ohne Torhüter und siebtem Feldspieler oft angewendet. Weiterer zentraler Faktor im Spiel ist Ausnahmespieler Kilian Schinkel, der die Torschützenliste der Liga mit aktuell 67 Toren in 7 Spielen (9,57 Tore im  Schnitt!) unangefochten anführt. „Signature Move“ des Sauerlacher Superstars ist dabei der fast ansatzlose Schlagwurf, der bisher kaum von einer Abwehrkette zu verteidigen war. Dementsprechend gefährlich ist das Team auch einzuschätzen und wird durch die Tigerenten nur durch eine Topleistung zu stoppen sein. Schlüssel hierfür ist neben einer sattelfesten Abwehr ein Höchstmaß an eigener Disziplin. Denn der Gegner ist bekannt dafür Fehler zu bestrafen und sich jede sich ihm bietende Möglichkeit zu nutzen.  Aufbauend auf die Leistung der letzten Woche sollten die nächsten Punkte für das Team von Coach Korn im Bereich des Machbaren sein. Zwar sind die Rahmenbedingungen mit einigen Verletzten und Angeschlagenen momentan nicht ideal, aber das Team hat bewiesen, dass es zusammenrücken kann und im Kollektiv sehr viel kompensiert. So lastet wieder viel Verantwortung auf den Youngsters, die aktuell ins kalte Wasser geworfen werden. Zusammen mit den Routiniers um die Achse Scheuerer-Meier-Laugner heißt es kühlen Kopf zu bewahren, um die richtigen Antworten auf das variable Spiel der Sauerlacher zu finden. Neben den Langzeitverletzten muss Coach weiter auf Rückraumshooter Kemper verzichten.

  • Die HSG Lauf/Heroldsberg gewinnt das harzfreie Auswärtsspiel beim SC 04 Schwabach verdient mit 24:28 (6:14). Angesichts der angespannten Personalsituation bei den Tigerenten hätte Trainer Markus Korn dieses Ergebnis wohl bereits vor dem Anpfiff unterschrieben. Denn neben den Langzeitverletzen Zahn und Schöffel mussten krankheitsbedingt auch Reisinger und Kemper passen. Von den etatmäßigen Halblinken blieb somit nur noch Götschel übrig – doch der Tabellenzweite zauderte nicht lange und legte los, wie man es in einem Derby erwartet. Hinten mit dem notwendigen Willen und vorne mit gefälligen Kombinationen und der wichtigen Konzentration im Abschluss. Da auch Torhüter von Borstel gut ins Spiel kam, führte die HSG bereits nach 15 Minuten mit 8:4. Diesen Vorsprung baute die Truppe, um die erneut sehr gut harmonierende Achse Scheuerer und Laugner, bis zur Pause auf 14:6 aus. Den Angriff des Heimteams ließen die Lauf/Heroldsberger so gar nicht ins Spiel kommen. Dass der, eigentlich so heimstarke, Gegner aus dem Nürnberger Süden das nicht auf sich sitzen lassen würde, war klar. Und trotzdem schlichen sich bei der HSG nun einige Ballverluste und unvorbereitete Abschlüsse ein, die Schwabach zum Kontern einluden. Als der komfortable Vorsprung zu schmelzen begann, versuchte das Trainergespann Korn/Zahn es zunächst mit einer Auszeit und unterbrach so einen 4:0-Lauf der Goldschlägerstädter. Stabiler wurde das HSG-Spiel aber erst wieder, als die Halbpositionen mit Meier und Götschel besetzt wurden. Mit dem 23:15 (51. Minute) durch Laugner war die Messe dann doch recht frühzeitig gelesen. Zwar bäumten sich die Schwabacher noch einmal auf und wollten das Spiel nicht verloren geben, doch mehr als Ergebniskosmetik war für die Hausherren an diesem Tag nicht mehr drin. Ihren Anteil am Sieg der HSG hatten auch die Youngsters Mosler, Hinkelmann und Vollmer, die ordentliche Leistungen zeigten.  Mit einem letztlich souveränen Sieg holt sich die HSG Lauf/Heroldsberg somit zwei weitere Punkte und beißt sich in der Spitzengruppe der Liga fest. Weiter geht es am kommenden Wochenende in Lauf gegen den TSV Sauerlach. HSG: von Borstel, Götz; Schnippering 2, Scheuerer 1, Scholz 1, Götschel 1, Meier, Hinkelmann, Laugner 8, Vollmer, Mosler, Scheuerer 10/3, Reisinger 1, Frank 4 SC 04: Ott, Rösch 2, Geck, Halbig 2, Schwarz 6, Harandt 1, Meyer 5/4, Seidling, Reitz 4, Sluik, Spiegel 2, Motzelt, Walwei, Götz 2

  • Nach dem ersten Dämpfer der Saison gegen den TSV Ismaning hieß es die Woche über Wunden lecken bei den Tigerenten. Dabei hat man mit dem Derby bei dem SC 04 Schwabach aber gleich die nächste schwere Hürde vor sich. Am Samstag, den 13.11.2021 um 18:00 Uhr in der Goldschlägerhalle muss die HSG nämlich beim Überraschungsteam der Liga antreten, das zudem zuhause noch ungeschlagen ist. Aber vielleicht kommt diese schwere Aufgabe gerade Recht, um zu zeigen, dass man sich im Topspiel vor Wochenfrist doch etwas unter Wert verkauft hat. Definitiv läutet das Match aber die Wochen der Wahrheit für die Tigerenten ein, denn nur wenn man bis zum Topspiel in Simbach Ende November keine Punkte mehr liegen lässt, kann man den Kontakt zur Tabellenspitze halten. Folglich ist ein Auswärtssieg beim Aufsteiger fast schon Pflicht. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, lässt sich schnell an den bisherigen Ergebnissen der Schwabacher ablesen, bei dem vor allem der 31:18 Heimerfolg gegen das stark eingeschätzte Regensburg heraussticht. Folglich stehen die Goldschlägerstädter als bester Aufsteiger mit 6:4 Punkten auf einem soliden fünften Tabellenplatz. Dabei baut das Team auf seine Heimstärke, wobei neben den lautstarken Zuschauern das herrschende Harzverbot die Gegner zusätzlich fordert.   Aktivposten im Team ist Christian Lutsch auf der Rückraum-Links-Position, der nicht nur äußerst stark im 1:1 ist, sondern auch Kreisläufer und Außen stark in Szene setzen kann. Bisher überzeugte auch die Defensive der Gastgeber, die versuchen durch schnelles Umschaltspiel Ballgewinne sofort in leichte Tore umzumünzen. Zudem treten die Schwabacher sehr geschlossen auf und gleichen fehlende Landesligaerfahrung mit der noch anhaltenden Aufstiegseuphorie und viel Kampfgeist aus.  Aber obwohl bei den Lauf-Heroldsbergern unter der Woche einige angeschlagene Spieler pausieren mussten, muss man die Favoritenrolle ohne „wenn und aber“ annehmen. So heißt es in der Derbyatmosphäre kühlen Kopf zu bewahren und sich auch nicht durch die ungewohnte Spielweise ohne Harz aus dem Konzept bringen zu lassen. Der Schlüssel für ein Auswärtserfolg wird sowieso vielmehr in der Defensive liegen, die bei der Heimniederlage gegen Ismaning die gewohnte, letzte Konsequenz in den Zweikämpfen vermissen ließ. Hier will das Team von Coach Korn die Chance nutzen und – im Zusammenspiel mit den Torhütern – an die Leistungen der ersten vier Spiele anknüpfen. Klar ist aber auch, dass die Gastgeber die Tigerenten so lange wie möglich ärgern wollen und mit 6 Pluspunkten im Rücken befreit aufspielen können. Dem müssen die Lauf-Heroldsberger mit einer Top-Einstellung begegnen ohne die in Derbys bekanntermaßen Ungemach droht. Zwar muss Coach Korn wohl noch personell improvisieren, die freien Kaderplätze werden aber gewohnt mit Youngsters aufgefüllt werden.

  • Im dritten Heimspiel der Saison musste sich die HSG gegen einen starken Gegner aus Ismaning das erste Mal geschlagen geben. In einem sehr hochklassigen Landesligaspiel vor toller Kulisse hat den Männern der HSG das letzte Etwas gefehlt. Das Spiel begann ohne jede Vorlaufzeit. Beide Teams starteten sehr konzentriert in ihren Angriffen, sodass es nach sechs gespielten Minuten schon 5:5 stand. Und es ging in der ersten Halbzeit munter weiter mit dem Scheibenschießen. Bis zum 14:14 in der 20. Minute schaffte es keines der beiden Teams sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Die letzten zehn Minuten vor der Halbzeit gehörten dann leider den Gästen aus Ismaning, die im Angriff kaum Fehler machten und ein Tor nach dem anderen warfen. Bei der HSG schlichen sich in der gleichen Phase jedoch sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr kleine Unkonzentriertheiten ein, die bitter bestraft wurden. So ging es mit einem 5-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause. Hochmotiviert und fest entschlossen das Spiel noch zu drehen, startete die HSG nach dem Seitenwechsel. Doch heute sollte es einfach nicht sein. Zwar kämpfte sich die Spielgemeinschaft ein ums andere Mal an die Gäste heran, doch immer wieder bremsten 2-Minuten-Strafen und unglückliche Abschlusssituationen die Gastgeber aus. Am Ende steht ein verdienter Sieg für die Gäste, die heute in allen Belangen einen Tick besser waren. Schon nächsten Samstag steht das nächste schwere Spiel auf dem Programm. Auswärts in Schwabach muss die HSG Lauf/Heroldsberg wieder alles geben, um diesmal als Sieger vom Platz zu gehen. HSG: Götz, von Borstel, Reisinger D. 4, Scholz 1, Götschel, Meier 2, Hinkelmann 1/1, Laugner 9, Kemper, Mosler 2, Scheuerer 9/3, Reisinger L, Frank 3 Ismaning: Notz 6, Mansare 3 , Teschner 7, Eisinger 1, Udovicic 3, Mannel 5, Simon 1, Baierlein 2, Zobel 1, Höge 1, Neubauer 3, Nickel 2, Mayr, Miranda-Jahn

Tabelle Saison

Spielplan