Saison der „Ersten“

  • Der Gegner im zweiten Auswärtsspiel dieser Saison war die HSG Fichtelgebirge. Somit stand die zweite Auswärtsfahrt im Mannschaftsbus an. Im Vorfeld der Partie gab es erneut einige Diskussionen innerhalb der Mannschaft ob der Sinnhaftigkeit der Handball-Saison angesichts der aktuellen Corona-Situation. Da der BHV sich aber weiter für eine Fortführung der Saison ausspricht, trat die Erste zum Auswärtsspiel an.  Angekommen in Wunsiedel startete die HSG Lauf/Heroldsberg sehr gut in die Partie. Auch dank einiger überragender Paraden von Keeper Max von Borstel stand es nach 12 Minuten 8:4 für die Erste. Nach einem Time out der Heimmannschaft ließen sich die Gäste leider aus ihrem Spielfluss bringen und gaben die Spielführung eher in die Hand der Gäste. Zur Halbzeit führte die HSG Fichtelgebirge mit einem Tor.  Die zweite Hälfte setzte sich in ähnlicher Manier fort, die HSG Lauf/Heroldsberg lief immer einem Rückstand hinterher. 10 Minuten vor Schluss lag man sogar mit fünf Toren hinten. In den letzten Spielminuten gelang es den Gästen mit einer offensiven Deckung und guten Ballgewinnen bis auf zwei Tore heranzukommen. Das reichte jedoch leider nicht und am Schluss wurde das Spiel unglücklich mit 24:29 verloren. HSG Lauf/Heroldsberg: Schnippering, Scheuerer S. (1), Reisinger D., Götschel (1), Kister, von Borstel, Meier (2), Laugner (2), Kemper, Zahn (2), Hinkelmann, Scheuerer J. (11/7), Reisinger L. (5), Hericks HSG Fichtelgebirge: Englbrecht, Petricevic (6), Burger (5), Bralic, Berger, Flasche (3), Wippenbeck, Gruber, Hammer (7), Rieß, Tröger M. (4), Mocker (4), Tröger S., Birner

  • Langsam zieht das „new normal“ auch in die Welt der Handballer ein. Obwohl es schwer ist sich an die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Entwicklung der Pandemie und die korrespondierenden Hygienemaßnahmen zu gewöhnen, nimmt die Saison langsam an Fahrt auf. So hält der Spielplan der HSG Lauf Heroldsberg eine Mammutaufgabe bereit – bei der stets zum engsten Favoritenkreis zählenden HSG Fichtelgebirge müssen die Mannen von Trainer Korn am Samstag um 16:30 Uhr in der Volksschule Wunsiedel ihre Visitenkarte abgeben. Zwar ist man nach der Pflichtaufgabe gegen die Zweitvertretung der SG Regensburg wieder einigermaßen im Soll, um die ärgerliche Niederlage in Niederraunau gänzlich vergessen zu machen, soll aber ein unplanmäßiger Erfolg im Fichtelgebirge her. Nur so kann man sich schon gleich zu Beginn der Saison in der Tabellenspitze festsetzen. Die umtriebigen Gastgeber haben da aber sicherlich gehörig etwas dagegen. Nachdem das Team jetzt unter dem Namen HSG 2020 Fichtelgebirge aufläuft – vor Rundenbeginn gesellte sich auch der ASV Markleuthen mit unter das Dach der Spielgemeinschaft aus Marktredwitz und Wunsiedel – steht mal wieder das Ziel „Aufstieg“ auf den Fahnen. Dieses wurde in der abgebrochenen Saison als Dritter nur denkbar knapp verfehlt und nicht wenige Experten hätten der HSG auch noch den Sprung in die aufstiegsberechtigten Top-2 zugetraut. Um den langersehnten Sprung in die bayerische Eliteklasse zu schaffen haben die Fichtelgebirger nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit Martin Setlik – Sohn des früheren tschechischen Nationalspielers – einen großen Namen für die Kreisposition verpflichtet.   Weil die Heimmannschaft aber schon überraschend einen Punkt gegen die Zweitvertretung aus Bayreuth abgegeben hat, steht sie auch etwas unter Druck. Zwar konnte am letzten Wochenende gegen den Aufsteiger aus Zirndorf ein klarer Auswärtssieg eingefahren werden, aber eigentlich waren bei dem Auftaktprogramm 4 Pluspunkte fest eingeplant gewesen. So müssen die Punkte gegen die Namensvetter aus Lauf und Heroldsberg unbedingt verbucht werden, um das Ziel Aufstieg nicht gleich am Saisonanfang mit drei Minuspunkten aus den Augen zu verlieren.  Dies soll vor allem der starke Rückraum richten, bei dem Shooter Johannes Wippenbeck und Denker und Lenker Petar Petricevic herausstechen, sich aber auch Philipp Mocker immer mehr in den Vordergrund spielt. Weitere Waffe der Mannschaft ist ihr schnelles Umschaltspiel, das aus der zupackenden Abwehr immer brandgefährlich ist. Während die Heimmannschaft also schon fast gewinnen muss, steht bei der HSG Lauf Heroldsberg das Wollen im Vordergrund. Zu oft hat man in den letzten Jahren knappe Niederlagen aus dem Fichtelgebirge mit heimnehmen müssen und will diese Scharte endlich auswetzen. Außerdem will die Mannschaft die harte Arbeit in der Vorbereitung endlich auch in Big Points ummünzen und zeigen, dass man einen guten Schritt nach vorne gemacht hat. Dies gelang bisher nur phasenweise, was aber auch dem Verletzungspech kurz vor Rundenbeginn geschuldet war. Bis auf Abwehrboss Dominik Reisinger kann Coach Korn aber wohl das erste Mal aus dem Vollen schöpfen. Das Team kann vor allem auf der guten Stimmung der ersten Spiele aufbauen , will aber nicht nur kämpferisch sondern auch spielerisch eine Topleistung abliefern. So können die 80 zugelassenen Zuschauer durchaus ein spannendes Spitzenspiel erwarten, bei dem auch der ein oder andere Punkt herausspringen kann.

  • Nach der knappen und unglücklichen Niederlage in Niederraunau ging es dieses Wochenende in der heimischen Gründlachhalle gegen die Zweitvertretung der SG Regensburg weiter. Damit auch Fans das erste Heimspiel nach sieben Monaten miterleben konnten, wurde ein aufwendiges Hygienekonzept umgesetzt. Vielen Dank an alle Beteiligten und Zuschauer, dass dies so reibungslos funktioniert hat. Der Tigerentenclub musste in diesem Spiel neben dem weiterhin verletzten Abwehrchef Dominik Reisinger zusätzlich noch auf Steffen Scheuerer und Coach Korn aus privaten Gründen verzichten. Umso mehr schwor sich die Mannschaft um Aushilfstrainer Peter Faderl ein, ein gutes Spiel abzuliefern, die zwei Punkte zu Hause zu behalten und die Niederlage vom letzten Wochenende vergessen zu lassen. So startete man zwar hochmotiviert in dieses Spiel, lag nach 10 Minuten aber mit 4 Toren zurück (3:7). In dieser Zeit fand der Angriff der Lauf-Heroldsberger noch gar nicht ins Spiel und auch die Abwehr der HSG packte noch nicht so beherzt zu, wie man es sich vorgenommen hatte. Trotzdem schaffte es der Gast aus Regensburg nicht, sich weiter abzusetzen. So kämpfte sich die Mannschaft mit einer geschlossenen Leistung zurück in das Spiel und konnte in der 29. Minute durch einen Treffer von Jens Scheuerer erstmals in Führung gehen, das 15:14 war dann gleichzeitig auch der Halbzeitstand. In der Halbzeitpause nahmen sich die Hausherren vor, die letzten 10 Minuten des ersten Durchgangs mitzunehmen und genauso weiterzumachen. Leider wurden die ersten Minuten wieder verschlafen und die Gäste gingen in der 36.Minute nochmals mit 16:17 in Führung. Gleichzeitig sah Steffen Hericks seine dritte Zwei-Minutenstrafe und wurde damit vom Spiel ausgeschlossen. Im Anschluss konnten sich die Tigerenten jedoch wieder fangen und zwei schnelle Treffer von Kister bedeuteten wieder die Führung (18:17 in Minute 37.). Nach und nach konnte sich der Tigerentenclub nun absetzen, über 21:18, 26:23 auf am Ende 30:25 auf der Anzeigetafel. Hervorzuheben ist das Laufer Eigengewächs Linksaußen Janik Hinkelmann, der in seinem ersten Spiel in der Landesliga gleich vier Treffer bei vier Versuchen zum Sieg der Tigerenten beisteuerte. Nächstes Wochenende geht es nun zum Spitzenspiel zur HSG Fichtelgebirge. Danke an alle Fans für die Unterstützung! HSG: Götz, von Borstel – Scholz, Schöffel (4), Kister (2), Meier (2), Laugner (3), Kemper, Zahn (2), Hinkelmann (4), Scheuerer J. (8/2), Reisinger L. (3), Hericks (2) SG Regensburg: Zapf, Thienel – Turtenwald, Sigl, Hildebrand (3), Dzolic (3), Brilz (2) Dachser (3), Federmann (3), Bauer (4/3), Groß (4), Trumann (3)

  • Nach einer abgebrochenen Saison, schier ewig langer Zeit ohne den geliebten Ballsport und zu Beginn einer Saison, die unter vielen Fragezeichen startet, geht es nun auch zu Hause wieder rund. Die Gelb-Schwarzen erwarten zu Hause um 19:30 Uhr die Bayernliga-Reserve der SG Regensburg. Nachdem die Spieler um Coach Markus Korn den Saisonauftakt mit einer bitteren Lastminute Niederlage gegen den TSV Niederraunau wahrnehmen mussten, heißt es nun zu Hause die Weichen für die kommende Saison zu stellen. So konnte man aus dem ersten Saisonspiel viel Positives mitnehmen, allerdings sah man auch, wo man für die kommenden Spiele noch Handlungsbedarf hat. Man merkte schnell, dass die Motivation bei jedem einzelnen von Minute eins am Höhepunkt war. Egal ob auf dem Spielfeld, auf der Bank oder im Trainerstab – diese Begeisterung gilt es für die weiteren Spiele in der noch jungen Saison mitzunehmen. Leider muss die HSG weiterhin auf ihren Abwehrchef Dominik Reisinger verzichten. Daher ist jeder einzelne gefragt den einen berühmten Schritt mehr zu gehen. Auch im Angriff geht es darum, dass sich die Spielgemeinschaft für die herausgespielten Chancen öfter belohnen muss. An diesen Stellschrauben müssen die Schwarz-Gelben arbeiten, um den ersten Erfolg einzufahren. Die Spieler der HSG Lauf/Heroldsberg freuen sich auf das erste Heimspiel der Saison in der Heroldsberger Gründlachhalle.

  • Die Umstände waren schon vor Antritt auf die wohl längste Auswärtsreise nicht optimal. Der komplette Mittelblock konnte nicht eingesetzt werden. Dominik Reisinger verletzte sich im Abschlusstraining unglücklich. Andreas Kister wurde Opfer der Umstände um die Quarantänebedingungen. Aufgrund von wichtigen Prüfungen war die Entscheidung klar, nicht teilzunehmen, da es sich in der Landesliga weiterhin um Amateursport handelt. Weitere Spieler überlegten die Reise nicht anzutreten, aufgrund der Durchführungsbestimmungen hätte dies aber zu weitgehenden sportlichen Konsequenzen geführt. Nun zum Spiel. Die HSG startete etwas überrascht gegen den forsch spielenden Gegner. Dabei wurde man vor allem am Anfang von der Geschwindigkeit überrumpelt und hatte das ein oder andere Mal das Nachsehen. Mit der Zeit kamen die Spieler von Trainer Markus Korn aber immer besser ins Rollen und sicherten sich nach und nach einen kleinen Vorsprung, der sich bis zur Halbzeit auf zwei Tore verteidigt werden konnte. In der zweiten Halbzeit hatten die Gäste mehrmals die Chance auf vier Tore weg zu ziehen, dies wurde aber mehrmals liegen gelassen. Herauszuheben waren in dieser Phase des Spiels vor allem die Torhüter Max von Borstel und Andreas Götz, die nicht nur das 7m Duell für sich entscheiden konnten, sondern auch viele freie Würfe parierten. Durch fehlende Wechselmöglichkeiten im Angriff, vor allem im Rückraum, fehlte es in den letzten 20 Minuten an Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe. Jens Scheuerer wurde kurz gedeckt und die Gelb-Schwarzen konnten nur noch durch Einzelaktionen glänzen. Leichte Tore fehlten. Ein sehr gutes Spiel lieferte Lukas Reisinger ab, der für ordentlich Druck auf der rechten Außenbahn sorgte und oftmals im eins gegen eins nicht zu halten war. Nachdem man bis zu den letzten 5 Minuten die Zwei Tore Führung halten konnte, zeichnete sich eine spannende Schlussphase ab. In dieser kam für die HSG alles zusammen. Zwei aus HSG-Sicht unglückliche Schiedsrichterentscheidungen die jeweils zum Tor der Heimmannschaft führten, und ein verworfener 7-Meter von Daniel Laugner, der vorher noch alle Würfe souverän verwandelt hatte. Obendrauf kam noch eine unglückliche Aktion von Steffen Hericks, als er im Mittelblock einen Spieler am Hals traf und zurecht mit der roten Karte vom Feld geschickt wurde. Diese Aneinanderreihung von Fehlern und unglücklichen Umständen konnte die HSG nicht kompensieren und bekam in die letzten Sekunden noch einen 7-Meter gegen sich ausgesprochen. Die erste Führung seit über 55 Minuten für die Hausherren reichte letztendlich zum Sieg und die Gäste mussten mit dieser bitteren Niederlage die lange Heimfahrt antreten.

Tabelle Saison

Spielplan