Saison der „Ersten“

  • In einem umkämpften Spiel gewinnt die HSG Lauf/Heroldsberg mit 34:32 gegen den TSV Rothenburg. Von Anfang an entwickelte sich eine spannende Landesligapartie. Auch wenn in dieser Saison für beiden Mannschaften nicht mehr viel geht in der Tabelle, boten beide Teams einen großen Kampf und zeigten was eigentlich möglich gewesen wäre. Aufgebaut auf eine starke Abwehr- und Torhüterleistung, die auch schon in Mainburg die Sieggarantan waren, spielte sich das Team von Korn/Peer nach zehn Minuten einen 3 Tore Vorsprung heraus. Doch auch der Bayernligaabsteiger aus Rothenburg mit seinem wurfgewaltigen Rückraum, zeigte ein ums andere Mal seine Qualitäten. So ging es mit 15:13 für den Tigerentenclub in die Pause. Nach der Halbzeit bot sich aber für die zahlreichen Zuschauer in Heroldsberg ein ganz anderes Bild. Nun waren es vor allem die Offensivreihen, die das Spielgeschehen bestimmten. Viele einfache Tore aus dem Rückraum und dem erweiterten Gegenstoß waren die Folge. Die HSG verstand es in dieser Phase ein wenig besser, ihren Vorteil daraus zu ziehen. Das 20:14 in der 41. Spielminute war die Folge. Trotzdem steckte der Gast aus Rothenburg nicht auf und hielt das Spiel bis in die Schlussphase der Partie offen. Erst als Konstantin Scholz in der 59. Minute das 34:30 erzielte, war der zweite Sieg in Folge perfekt. Am Ende stand ein verdientes 34:32 auf der Anzeigetafel. Positiv zu erwähnen ist, dass sich jeder Feldspieler der HSG in die Torschützenliste eintragen konnte und so die geschlossene Mannschaftsleistung unterstreicht. Mit diesen Erfolgserlebnis empfängt man nächste Woche den Tabellenführer aus Cham im heimischen Haberloh. Die HSG Lauf/Heroldsberg hofft auf zahlreiche Unterstützung. Im Anschluss findet das Topspiel um die Meisterschaft der BOL in Mittelfranken statt. Dort trifft die HSG II auf den Verfolger aus Schwabach. HSG: von Borstel, Götz ; Scholz (4), Schöffel (3), Kister (1), Meier (2), Laugner (3/1), Kemper (2),     Zahn (4), Räbel (6), Scheuerer (5/1), Hericks (4) Rothenburg: Kiss, Sand ; Wurst (1), Kulas, Keller, Ehrlinger T., Schmidt (2), Koppler (3), Ehrlinger A. (3), Winheim (8/2), Jasarevic (4), Stojanov (5), Krauter, Skaramuca (6/2)

  • Wenn am Samstag den 7.3.2020 um 19:30 Uhr die HSG Lauf Heroldsberg den TSV Rothenburg in der Gründlachhalle empfängt, würde der geneigte Handballinteressierte aus der Region nicht zu Unrecht ein absolutes Topspiel der Landesliga Süd erwarten. Ein Blick auf die Tabelle offenbart dann aber schnell, dass bei dem Duell des Tabellensiebten gegen den Tabellenachten zum Mittelfeldgipfel angepfiffen wird. Es lässt sich also nicht verleugnen, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Das gilt fast noch mehr für die Gäste die mit einem Kader, dem nicht Wenige Bayernligaformat bescheinigen, in der Saison keine Konstanz in ihre Leistung bringen konnten. Nach einem schwachen Start wechselten sich bei Rothenburg fast wöchentlich gute mit schlechten Auftritten ab. Erst mit der Rückkehr von Skaramuca von der TG Heidingsfeld in der Winterpause weist die Formkurve in den letzten Wochen nach oben und eine Siegesserie wurde nur von der Heimpleite gegen den enorm starken HC Erlangen 3 unterbrochen. Unterm Strich stehen aber bereits 19 Minuspunkte und somit ein weiter Abstand zu den Topteams. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen das große Verletzungspech der Rothenburger, aber auch die Philosophie Eigengewächse im Schatten der ehemaligen Bayernligacracks an die Landesliga heranzuführen. Das noch große Leistungsgefälle innerhalb des Teams dient also als ein Erklärungsansatz. Ein weiterer Grund liegt wohl an der für den Handball so wichtigen Torhüterposition, bei der nach dem Abgang von Starkeeper Amann die Lücke von dem jetzigen Gespann noch nicht konstant ausgefüllt werden konnte. Dass die Rothenburger aber richtig guten Handball spielen können lässt, sich nicht nur an dem ein oder anderen Ergebnis der letzten Wochen, wie dem 32:18 gegen den Tabellendritten HSG Fichtelgebirge oder dem 28:28 Unentschieden gegen Spitzenreiter ASV Cham, ablesen. Der Kader verfügt mit der Achse Winheim-Stojanov-Skaramuca über einen exzellent besetzten Rückraum, der sowohl in Einzelaktionen als auch im Zusammenspiel schwer zu stoppen ist. Eine weitere Waffe ist das Rothenburger Umschaltspiel, das in Person von Außen Philipp Schemm brandgefährlich ist. Auf der anderen Seite haben die Tigerenten mit dem Auswärtssieg in Mainburg wieder ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben und den Abwärtstrend der letzten Wochen erstmal unterbrochen. Außerdem ist das Team zusammengerückt und hat die interne Vereinbarung getroffen noch das Maximale aus der Saison herauszuholen. Größter Stellhebel ist dabei die eigene Fehlerquote in den Griff zu bekommen, was in Mainburg der Schlüssel für einen souveränen Auswärtssieg war. Ein besonderes Spiel wird es zudem für Andreas Kister, der selbst jahrelang für Rothenburg aktiv war. Außerdem will das Team seinem Keeper Max von Borstel am Vortag seines 29. Geburtstags ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen. So sind alle Weichen dafür gestellt, dass die Zuschauer am Samstag ungeachtet der Tabellensituation echten Landesliga-Spitzenhandball zu sehen bekommen. Bis auf die verletzten Reisinger-Brüder steht den Trainern der vollständige Kader zur Verfügung.

  • Die HSG Lauf/Heroldsberg gewinnt souverän mit 21:27 beim TSV 1861 Mainburg dank großem Kampf und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Wegen einiger privaten Absagen, Erkrankungen und Verletzungen startete die HSG mit nur 11 Spielern im Kader in das Spiel gegen die bis auf die Haarspitzen hochmotivierten Gegner aus Mainburg. Die letzten Wochen mit der hohen Niederlage gegen Erlangen am letzten Wochenende saßen noch tief in den Knochen, jedoch kämpfte das Team von Korn/Peer sich direkt stark in die Partie. So bildete von Anfang an eine kompakte Deckung die Basis für den Erfolg. Durch einige schnelle Ballgewinne und konsequente Chancenverwertung durch u. A. den stark aufspielenden Halbrechten Steffen Hericks konnte man schnell mit 5:12 in Führung gehen, woraufhin die Abwehr der Hausherren von 6:0 auf 5:1 umgestellt wurde. Die sich dadurch ergebenden Räume nutzte Jens Scheuerer zu einigen herausragenden Anspielen an Peter Zahn und Daniel Laugner, sodass nach einem Anspiel hinter dem Rücken sogar einige der zahlreichen Fans des TSV 1861 Mainburg verhalten applaudierten.  Doch konnte die Konsequenz in den Aktionen aufgrund der dünnen Spielerdecke und den damit verbundenen abbauenden Kräften nicht gehalten werden, sodass die Mannen aus Mainburg zur Halbzeit den Vorsprung auf 10:14 verkürzen konnten.  Nach der Halbzeit taten sich die Gäste schwer wieder ins Spiel zu kommen, was dazu führte, dass der Vorsprung auf zwei Tore schmolz. Doch dann schlug die Zeit von Andreas Götz, der in dieser entscheidenden Phase insgesamt vier Siebenmeter hielt und so den gut aufgelegten Max von Borstel optimal unterstütze. Beim 20:26 durch Niko Schöffel war dann der Deckel drauf und so konnte der Sieg letztlich sicher heimgefahren werden. Mit guter Laune und einem 20:27 Erfolg ging es dann im Bus wieder zurück in die fränkische Heimat. Dies macht Lust auf die nächsten Wochen mit zwei Heimspielen gegen den vielversprechenden Gegner TSV Rothenburg und den noch Ligaprimus ASV 1863 Cham, welche drei Wochen zuvor noch in Mainburg mit 37:20 untergegangen waren. HSG: von Borstel (Tor), Götz (Tor), Scholz, Zahn (6), Räbel (4), Laugner (6/1), Kemper (1), Schöffel (1), Scheuerer (1), Hericks (5), Kister TSV 1861 Mainburg: H. Möser (Tor), von Horst (Tor), F. Möser, Joekel (5/2), Schmargendorf (6), Würfl (1), Covic (2), May (2), Heim, Klaus, Berndl (2), Abeltshauser (3)

  • Für den eingefleischten Tigerenten-Fan ist der Blick auf die bisherige Rückrunde nur schwer zu ertragen. Die Schwarz-Gelben stehen nach lediglich 2 von 10 möglichen Punkten im Niemandsland der Tabelle. Doch ist die Lage bei der Spielgemeinschaft so besorgniserregend, wie es die Punkteausbeute bzw. die Spielergebnisse widerspiegeln? Man hat gezeigt, dass man über weite Strecken auch auswärts mit Teams wie HSG Fichtelgebirge oder TV Münchberg mithalten kann, wenn man eine konzentrierte Abwehr stellt und vorne kühlen Kopf behält. Doch vor allem im Angriff sind die hektischen Abschlüsse und die technischen Fehler momentan die Hürden, an denen die HSG scheitert. Exemplarisch dafür war das letzte Heimspiel gegen die gut ausgebildete dritte Manschaft des HC Erlangen. Die Schwarz-Gelben schafften es über 40 Minuten mit dem hohen Tempo der Gäste mitzuhalten, bevor man wieder mit den von Coach Peer so oft angesprochenen „unfored errors“ den Bruch in das Spiel brachte. So lud man die Gäste zwischen der 44ten bis zur 54ten Minute zu einem 3:10 Lauf ein. Doch das Trainer-Duo Korn/Peer hat der Mannschaft zu verstehen gegeben, dass es trotz der hohen Niederlage viel Positives gab, was man in die nächsten Spiele mitnehmen will. So geht es am Samstag für die Spielgemeinschaft aus Lauf und Heroldsberg zu einer unangenehmen Auswärtsaufgabe zum TSV 1861 Mainburg. Hier erwartet die Tigerenten ein gut eingespielter Rückraum mit Abeltshauer und Covic, die in Verbindung mit May am Kreis immer für Gefahr sorgen. Doch die HSG hat noch eine Rechnung offen mit Mainburg. Nicht nur für das Last-Second-Unentschieden in der Hinrunde, sondern auch für die Niederlage in letzter Sekunde vergangene Saison in Mainburg. Coach Korn hat seine Mannen mit auf den Weg gegeben, endlich wieder die Leidenschaft auf dem Spielfeld zu entfachen. „Wenn man in Mainburg etwas Zählbares mitnehmen möchte, muss man als Team agieren und 60 Minuten Vollgas geben. 40 Minuten reichen da nicht aus“. Mit dieser klaren Aussage im Gepäck reist die HSG am Samstag zum Tabellennachbarn nach Mainburg und will die Durststrecke beenden.

  • Aller guten Dinge sind drei, heißt der Spruch. Doch leider können die Tigerenten dies von sich nicht behaupten. Sie verlieren leider das dritte Spiel in Folge und es verletzte sich zudem noch Lukas Reisinger in den ersten Spielminuten. Die Schiedsrichter Cudd und Dams zeigten bei diesem temporeichen Spiel eine gute Leistung. Das Spiel ist schnell nacherzählt, die ersten 40 Minuten legen die Gäste aus Erlangen ein Tor vor und die HSG´ler ziehen nach. In den folgenden 20 Minuten bricht das Team um Korn/Peer konditionell ein und kassiert eine zu hohe Klatsche gegen eine stark aufspielende U21 aus Erlangen. Doch bei der genaueren Spielanalyse ist zu erkennen, dass eine deutliche Steigerung der Leistung zu sehen ist. Die HSG findet zu Beginn gut in Spiel und kann durch Scheuerer und Laugner jeweils ein Tor vorlegen. Leider waren dies die einzigen Führungen im gesamten Spielverlauf. Das neu formierte Abwehrzentrum mit Kister und Scheuerer arbeitete weitestgehend zuverlässig. Durch eine geschlossene Mannschaftleistung in der Defensive schaffte das Team es gegen die sehr gut ausgebildete HC Erlangen III Ballgewinne zu generieren. Im Angriff wurden die Spielzüge auf den Punkt ausgespielt und vor allem die Rückraumachse Schöffel/Scheuerer kam zu leichten Torerfolgen. So wechselten die Mannschaften mit 14:15 die Seiten. Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste und die HSG Lauf/Heroldsberg konnte zum ersten Mal in der 33. Minute durch Schnippering zum 17:17 ausgleichen. Das hohe Tempo, das beide Mannschaften an diesem Sonntag an den Tag legten, zollte Tribut. Und so konnte man ab der 40. Minute förmlich beobachten wie sich die Leistung jedes Spielers der HSG reduzierte. In der Abwehr wurde nicht mehr so engagiert gearbeitet wie in den ersten 40 Minuten und die Defensive kassierte ein ums andere Mal leichte Tore vom Kreis. Im Angriff wurden die Spielzüge nicht mehr auf den Punkt gespielt und es fehlten die leichten Tore. Immer wieder generierten die Erlangener Youngstars einfache technische Fehler der Tigerenten und bestraften diese mit blitzschnellen Kontertoren. So ging der HC als verdienter Sieger vom Spielfeld. Leider fällt die Niederlage mit 28:37 zu hoch aus und das Ergebnis spiegelt nicht die Leistung der Mannen um Korn/Peer wieder. Da das nächste Spiel erst in zwei Wochen gegen Mainburg ist, wird die freie Zeit dafür genutzt alle Blessuren auszukurieren. Aber auch die individuellen Schwächen werden aufgearbeitet, damit die HSG möglichst fehlerfreien Handball auf das Parkett bringen können. HSG: Götz; Schnippering (1); Scholz; Schöffel (6); Kister (1); von Borstel; Meier (2); Laugner (4/1), Zahn (2); Räbel (3); Scheuerer (9/2); Reisinger; Hericks HC Erlangen III: Rein; Froschauer (3); Poser (4); Wannenmacher; Sauter (2);  Längst (8); Wegmann; Maidl (2); Werzinger; Duvancic (3); Birner (11/6); von Alvensleben (4)

Tabelle Saison

Spielplan