Die HSG Lauf/Heroldsberg hat sich beim Gastspiel gegen die U19 des HC Erlangen mehr als achtbar aus der Affäre gezogen. Gegen die praktisch deckungsgleiche Mannschaft der Bundesliga-A-Jugend des HC Erlangen – amtierender deutscher Meister – mussten sich die „Tigerenten“ am Ende nach wackerem Kampf mit 38:33 (20:13) geschlagen geben. Dennoch konnte das Team eine Menge Selbstvertrauen für die beiden abschließenden Saisonspiele sammeln, die aller Voraussicht nach beide gewonnen werden müssen, um den Klassenerhalt zu sichern.
Dabei hätte gegen den übermächtigen Gegner nahezu alles perfekt laufen müssen, um für eine Sensation zu sorgen. Der HC Erlangen hatte seine Spiele in den vergangenen Wochen regelmäßig mit mehr als 20 Toren Unterschied gewonnen. Am Ende unterliefen den Tigerenten jedoch ein paar kleine Fehler zu viel, um wirklich an der großen Überraschung zu schnuppern.
Mit einem Quäntchen mehr Glück wäre bereits zur Halbzeit ein engerer Spielstand möglich gewesen. Doch trotz deutlich reduzierter Fehlerquote wurde jede noch so kleine Ungenauigkeit von den schnellen Erlanger Youngsters umgehend mit einem Gegenstoßtor bestraft. So stand trotz hervorragender Deckungsarbeit im Positionsangriff und einer tadellosen kämpferischen Einstellung nach 30 Minuten ein 20:13-Rückstand auf der Anzeigetafel.
Doch an diesem Tag zeigte sich, dass auch in der Offensive bei den Tigerenten wieder vieles zusammenpasst. Die Mannschaft ließ sich nicht abschütteln, setzte immer wieder Nadelstiche und brachte die Gastgeber phasenweise sichtlich aus dem Konzept. Die Erlanger wirkten irritiert von der verbissenen Gegenwehr und leisteten sich nun selbst einige Fehler.
Angeführt vom bärenstarken Rückkehrer Chris Stöckl kämpften sich die Lauf-Heroldsberger Tor um Tor heran und waren beim 30:26 in der 48. Minute tatsächlich wieder auf Tuchfühlung. In dieser Phase vergaben die Tigerenten jedoch zweimal die Chance, auf drei Tore zu verkürzen und die Partie endgültig wieder offen zu gestalten.
So setzte sich letztlich die breite Bank der Erlanger durch, die den Sieg am Ende souverän über die Zeit brachten. Dennoch kann die HSG Lauf/Heroldsberg auf diese Leistung aufbauen. Das Team präsentierte sich geschlossen als Mannschaft – was sich auch in der gleichmässig verteilten Torschützenliste widerspiegelt – und bestätigte damit den positiven Trend der vergangenen Wochen.
Da auch die Konkurrenten in der Tabelle punkteten, kommt es an den letzten beiden Spieltagen zum absoluten Showdown im Abstiegskampf. In der Liga befindet sich aktuell jedes Team ab Platz sechs mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Die Tigerenten stehen momentan mit zwei Punkten Rückstand unter dem Strich.
Das nächste Endspiel steht bereits bevor: Am Samstag, 21. März, empfängt die HSG Lauf/Heroldsberg im Haberloh die bereits gesicherte SG Helmbrechts/Münchberg. Dort zählt für die Tigerenten nur ein Sieg.
HSG Lauf/Heroldsberg: von Borstel, Teichert 1 (beide TW), Xanthakis 2, Stancic 3, Reisinger 5, Scholz 2, Kallmeier 5, Meier 1, Stöckl 7, Weigl 3, Ehler 1, Schneider 3