Am kommenden Samstag, den 14. März 2026, steht für die HSG Lauf/Heroldsberg die wohl anspruchsvollste Auswärtsaufgabe in der Oberliga Nord auf dem Programm. Um 14 Uhr gastieren die Schwarz-Gelben in der Karl-Heinz-Hiersemann Halle in Erlangen bei der dritten Mannschaft des HC Erlangen. Die Rollen vor der Begegnung sind klar verteilt: Während Lauf/Heroldsberg mit 17:21 Punkten derzeit auf Rang neun der Tabelle steht, führt der HC Erlangen III mit beeindruckenden 34:4 Zählern das Klassement an.
Für die HSG geht es dennoch um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Erfolg beim Tabellenführer wäre ein großer Schritt, um sich weiter in Richtung der Nichtabstiegsplätze zu orientieren. Dafür muss jedoch am Wochenende nahezu alles zusammenpassen – sowohl im Angriff als auch in der Defensive.
Mut machen können den Laufern die jüngsten Ergebnisse. In den vergangenen beiden Heimspielen präsentierte sich die Mannschaft in guter Verfassung und konnte zwei wichtige Siege einfahren. Gegen die DJK Waldbüttelbrunn II gelang zunächst ein deutlicher 37:24-Erfolg, ehe man auch gegen die HSG Rödental/Neustadt eine konzentrierte Leistung zeigte und sich mit einem verdienten 29:25-Heimsieg belohnte. Besonders die stabile Abwehrarbeit sowie geduldige Angriffe bildeten dabei die Grundlage für die beiden Erfolgserlebnisse.
Dass die Aufgabe gegen den Tabellenführer jedoch eine ganz andere Dimension haben wird, zeigte bereits das Hinspiel in Heroldsberg. Damals wollte sich Lauf/Heroldsberg gegen den souveränen Spitzenreiter teuer verkaufen und hielt in der Anfangsphase auch noch gut mit. Doch im weiteren Verlauf übernahm die Bundesligareserve des HC Erlangen zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Mit hohem Tempo und großer individueller Qualität setzte sich der Tabellenführer Schritt für Schritt ab, sodass für die HSG am Ende eine deutliche Niederlage zu Buche stand.
Um diesmal länger im Spiel zu bleiben, wird es für die HSG entscheidend sein, von Beginn an konzentriert aufzutreten und das Tempo der Erlanger möglichst zu kontrollieren. Gleichzeitig gilt es, im Angriff geduldig zu agieren und Ballverluste zu vermeiden, die dem Tabellenführer einfache Tore über das Tempospiel ermöglichen könnten.
Mit dem Rückenwind aus den beiden jüngsten Heimsiegen reist Lauf/Heroldsberg dennoch mit neuem Selbstvertrauen nach Erlangen. Gelingt es der Mannschaft, ihre Leistung über die gesamte Spielzeit hinweg auf hohem Niveau zu halten, könnte auch beim Spitzenreiter eine Überraschung im Bereich des Möglichen liegen.