browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Wiedergutmachung angesagt

Posted by on 12. April 2019

Im doppelten Sinne muss die HSG am kommenden Samstag um 20:00 Uhr im Haberloh Wiedergutmachung leisten.
Zum einen ist da die bereits vier Spiele andauernde Durststrecke ohne Sieg und der damit verbundene Absturz auf den 6. Tabellenplatz. Zum anderen haben die Verantwortlichen der HSG das Hinspiel gegen den kommenden Gegner, der HG Kunstadt noch nicht vergessen. Zu indiskutabel war vor allem die kämpferische Leistung bei der 28:30 Blamage bei dem Aufsteiger aus Oberfranken. Eine Scharte, die man in Lauf/Heroldsberg trotz gesichertem Klassenerhalt unbedingt auswetzen will.
Die Gäste kommen da unter ganz anderen Voraussetzungen aus dem Ort zwischen Coburg und Kulmbach angereist. Mit 19:27 Punkten belegt das Team um Spielertrainer Anderson aktuell den ersten direkten Abstiegsplatz und kämpft noch erbittert um den Klassenerhalt. Momentan liegen die Burgkunstädter einen Punkt hinter den direkten Konkurrenten aus Auerbach und Erlangen-Bruck und somit wäre ein erneuter Überraschungscoup gegen die HSG eminent wichtig. Glücklich ist man bei der HG Kunstadt über die aktuelle Tabellensituation nicht, strebte man nach dem Durchmarsch eigentlich den sicheren Klassenerhalt an. Nach dem verlustpunktfreien Durchmarsch durch die Bezirksoberliga musste man jedoch erkennen, dass in der Landesliga ein anderer Wind weht und trotz der reichlich vorhandenen höherklassigen Erfahrung im Kader der Kunstädter ordentlich Lehrgeld bezahlen. So besteht das Gerüst der Mannschaft aus ehemaligen Profis des großen Handballnachbarn HSG Coburg, die aber auch nicht eine Reihe äußerst knapper Niederlagen verhindern konnten. So haben die Oberfranken auf einem aktuellen Abstiegsplatz mit +2 eine positive Tordifferenz, was in der Tabelle nur die 6 Top-Mannschaften haben – dies ist aber auch ein Indiz für die eigentliche Konkurrenzfähigkeit der Oberfranken.
Von der Spielanlage verlassen sich die Kunstädter sehr auf die individuelle Klasse ihrer Garde von namhaften Ex-Coburgern wie Lakisa, Anderson und Karapetjan, die immer wieder zuverlässig Lücken im gegnerischen Abwehrverbund finden – ohne dabei aber einen richtig schnellen Ball zu spielen. Da bekanntlich vor allem in der Defensive das Motto „Oldie but Goldie“ zutrifft, kann man auch hier auf die Erfahrung der alten Coburger Recken bauen, die schon oft in der Saison regelrecht Beton anrührten und lediglich 27 Gegentore pro Spiel hinnehmen musste.
Die HSG muss folglich vermehrt spielerische Mittel finden, um diesen Abwehrverband zu knacken. Des Weiteren muss das in den letzten Wochen wiederbelebte schnelle Umschaltspiel umgesetzt werden, um sich nach der Durststrecke der letzten Wochen auch endlich mal wieder mit 2 Punkten zu belohnen. So lag das Manko der letzten Wochen vor allem darin, dass man sich in eigenen starken Phasen zu wenig vom Gegner absetzen konnte. So führten unnötige eigene 2 Minuten, unvorbereitete Würfe aus der zweiten Reihe aber auch leichtfertig vergebene Großchancen und schlecht genutzte Überzahlsituationen zu völlig überflüssigen Punktverlusten gegen Roßtal, Ingolstadt und Mainburg.
Alles im allen war aber auch viel Licht in den letzten Wochen zu erkennen. Allen voran die kämpferische Einstellung ist hervorzuheben und maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich die HSG zuletzt deutlich stabilisiert hat. Aber auch individuell ist eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, so entlastet Nils Kemper durch seine Rückraumwürfe immer effektiver die Achse Scheuerer-Meier-Laugner und in der Defensive füllt Dominik Reisinger immer mehr die Rolle des Abwehrchefs aus. Kann sich die HSG zudem wieder auf so eine überragende Torwartleistung wie die von Andi Götz in Mainburg verlassen, sollte der doppelten Wiedergutmachung nichts im Wege stehen.

Keine Kommentare erlaubt.