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Showdown im Bayerwald

Posted by on 21. Februar 2019

Zum richtungsweisenden Spitzenspiel tritt die HSG Lauf/Heroldsberg beim Tabellenzweiten ASV Cham an. Das Spiel steigt am Samstag den 23.02.2019 um 19:30 Uhr in der als Hexenkessel bekannten Halle des Fraunhofer Gymnasiums in Cham und kann eine erste Vorentscheidung im Kampf um Platz 2 bedeuten. Langsam geht die Saison in der Landesliga nämlich trotz aller Ausgeglichenheit in ihre entscheidende Phase.
Zwar ist das Verfolgerfeld hinter der einsame Kreise ziehenden TG Heidingsfeld dicht gedrängt, jedoch hat Cham bei einem Heimsieg erstmals die Möglichkeit den Abstand auf 3 Punkte zu Platz 3 auszubauen. Keine Frage, dass sich das Traditionsteam um Trainerfuchs Turecek und ihren Superstar Tahovsky auf Halblinks diese Möglichkeit nicht entgehen lassen will. In Cham hegt man nämlich Ambitionen, an die glorreiche Vergangenheit anzuknüpfen und möglichst bald an das Tor zur Bayernliga zu klopfen. Mit Trainer Turecek hat man letztes Jahr den richtigen Mann verpflichten können, der es seitdem schafft, seine eigene hochklassige Erfahrung an die hungrigen Eigengewächse weiterzugeben und an das Niveau der etablierten Cracks heranzuführen. Dabei beherrscht er auch die nötigen taktischen Kniffe, um im Spiel immer wieder neue Impulse zu setzen. So geschehen beim Punktgewinn gegen den TV Erlangen Bruck, als er mit dem 7ten Feldspieler den Gegner in den letzten Spielminuten aus dem Konzept und um den sicher geglaubten Sieg bringen konnte.
Besonders zuhause sind die Chamer eine Macht und gaben dort diese Saison erst 3 Punkte ab – selbst Ligaprimus Heidingsfeld ließ hier beide Zähler: die bisher einzigen Punktverluste des souveränen Spitzenreiters. Weil man aber auch die traditionelle Auswärtsschwäche zunehmend in den Griff bekommt, hat sich der ASV verdient auf den 2. Tabellenplatz schieben können. Auf dem Spielfeld ist neben der tschechischen Rückraumachse Tahovsky und Soukoup mittlerweile vor allem Lukas Steif in den Vordergrund gerückt und spielt eine starke Saison. Verlassen kann sich Cham zudem auf eine sehr gute Abwehr, die im Positionsangriff schwer auszuhebeln ist. Die Trauben hängen folglich hoch im schönen Bayerwald, besonders weil der Gegner nach der knappen Hinspielniederlage (26:25) bis in die Haarspitzen motiviert sein wird.
Bei der HSG ist entsprechend konzentriertes Arbeiten angesagt, um auch in Cham zu bestehen. Wohlwissend, dass der Grundstein für die 35:18 Gala gegen Erlangen-Bruck am vergangenen Spieltag bereits in der Trainingswoche zuvor gelegt wurde. Klar ist aber auch, dass sich das Team um die Coaches Korn und Peer mit dem Auftritt die Messlatte selber sehr hoch gelegt hat und eine solche Leistung schwer zu wiederholen ist. Zwar zeigte die HSG damit eine eindrucksvolle Reaktion auf das desolate Spiel in Münchberg, dennoch sind die Erinnerungen hieran noch frisch genug, um nicht in Euphorie zu verfallen. Vielmehr gilt es die Gründe für die Leistungsschwankungen weiter aufzuarbeiten und endlich mehr Konstanz ins eigene Spiel zu bringen. Allein schon um das Nervenkostüm der eigenen Fans nicht noch mehr zu strapazieren – die seit geraumer Zeit zum Teil im wöchentlichen Wechsel ein Wechselbad der Gefühle von tiefbetrübt bis himmelhoch-jauchzend durchleben müssen.
Grundstein hierfür ist die bereits vielfach angesprochene Abwehrarbeit und ein disziplinierter Spielaufbau. Das scheint aber nach dem letzten Spiel verstanden worden zu sein und so fährt die HSG mit der Marschroute in die östliche Oberpfalz, als ernstzunehmendes Spitzenteam und nicht als unberechenbare Wundertüte nach Franken zurückzukehren.
Den Trainern Peer/Korn steht für das Spiel bis auf den weiterhin gesperrten Neuzugang Steffen Hericks der komplette Kader zur Verfügung, wobei hinter Jens Scheuerer nach wie vor ein Fragezeichen steht.

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