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Herkulesaufgabe für die HSG

Posted by on 8. November 2018

Die HSG Lauf Heroldsberg fährt nach zwei Niederlagen ernüchtert zum Spitzenspiel nach Würzburg am Samstag 19:30 Uhr im Sportzentrum Heidingsfeld. Dort erwartet das Team der souveräne Tabellenführer und Topfavorit der Liga von der TG Heidingsfeld, gleichzeitig prallen dort zwei Handballphilosophien aufeinander.
Auf der einen Seite die Hätzfelder Bullen, die ohne Eigengewächse – dafür aber mit einem aus ehemaligen 2. und 3. Liga Spielern gespickten Kader antreten, der schon fast zum Aufstieg verdammt ist. Auf der anderen Seite die HSG, bei der die nachhaltige Integration der eigenen Nachwuchsspieler höchste Priorität besitzt und man ausschließlich auf Spieler aus der eigenen Region zurückgreift.
Dementsprechend sind die Karten gelegt: alles andere als ein klarer Sieg der Hausherren wäre eine faustdicke Überraschung. Zu souverän präsentieren sich die Hätzfelder Bullen in dieser Saison und allem Anschein nach hat es Trainer Heiko Karrer dabei geschafft, aus seinen namhaften Einzelspielern eine echte Einheit zu formen. Dies wird eindrucksvoll von den Zahlen in der Tabelle bestätigt. Die Heidingsfelder haben nicht nur jedes Spiel – zum Teil überdeutlich – gewonnen, sondern stellen sowohl den besten Angriff als auch die beste Verteidigung der Liga.
Dabei muss die bemerkenswerte Professionalität der Würzburger Vorstädter anerkannt werden, die deutlich über das in der Landesliga Übliche hinausgeht. So trennten sich die Heidingsfelder konsequent von Spielern, die den hohen Ansprüchen nicht gerecht wurden und holten vor der Saison fast ein halbes Dutzend neue Hochkaräter. Die Macher um Mäzen Alexander Seelig verpflichteten dabei Halbprofis aus der 2. und 3. Liga und verstärkten den sowieso schon starken Kader nochmals. Erschwerend kommt für die HSG hinzu, dass man in der vergangenen Saison den Riesen gereizt hat und durch einen sensationellen Sieg im Rückspiel die Aufstiegsträume der TG Heidingsfeld platzen ließ.
Aber ausgerechnet vor diesem Spiel erlaubt sich die HSG eine Schwächephase mit den schmerzhaften Niederlagen gegen Roßtal und Ingolstadt. Auf der anderen Seite muss man dem jungen HSG-Team, das vor der Saison einige Spieler neu einbauen musste, auch mal solche Spiele zugestehen, wohl wissend, dass bei der noch mangelnden Konstanz das Leistungspendel auch mal in die andere Richtung ausschlagen kann.
Es bedarf einer deutlichen Steigerung der Einsatzbereitschaft – die besonders in der Defensive bei den letzten beiden Spielen vermisst wurde. Auch waren den Trainern die individuelle Fehlerquote und zu viele unvorbereitete Abschlüsse ein Dorn im Auge.
Ein Pluspunkt für das Team aus Lauf und Heroldsberg ist, dass diesmal nicht die Last des Favoriten getragen werden muss – es spricht also nichts dagegen, befreit aufzuspielen und wieder an die Unbekümmertheit der ersten Saisonspiele anzuknüpfen. Genau diese Leichtigkeit gepaart mit kompromisslosen Tempospiel fehlte zuletzt. Und so heißt es für die Lauf/Heroldsberger am Samstag, dass es nichts zu verlieren gibt und man alles dafür geben wird das Unmögliche möglich zu machen.
Das erste mal in dieser Saison wird ein Bus eingesetzt, bei dem die HSG-Fans kostenlos mitfahren können: Abfahrt Bitterbachhalle Samstag 16:30 Uhr.

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