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Feuertaufe in Roßtal

Posted by on 24. Oktober 2018

Nach dem furiosen Saisonauftakt der HSG, bei dem der zweite Tabellenplatz mit blütenweißer Weste gefestigt werden konnte, hat die HSG Lauf/Heroldsberg eine ganz besondere Aufgabe am kommenden Samstag vor der Brust (27.10.2018 um 19:30 Uhr Schulsporthalle Roßtal).
Im Derby beim TSV Roßtal geht es nämlich auch darum, wer die Nummer 1 im Nürnberger Umland nach den Top-Vereinen aus Erlangen ist. Herausforderer ist dabei der TSV Roßtal, der mit 44:0 Punkten souverän aus der Bezirksoberliga aufgestiegen ist und damit zeigte, dass der Abstieg vor zwei Jahren lediglich ein Betriebsunfall war. Die Zeit in der Bezirksoberliga hat das Team von Coach Andreas Dörr augenscheinlich gut genutzt, brauchte nicht lange um in der höheren Liga anzukommen und steht mit 6:6 Punkten momentan als bester Aufsteiger auf Platz 7 der Tabelle. So ist man in Roßtal gewillt, diese Position zu bestätigen und so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben.
Dabei kann sich das Team aus dem Landkreis Fürth besonders auf seine rechte Angriffsseite verlassen, bei der neben Routinier Sebastian Schuh der junge Rechtsaußen Lukas Gruber aufblüht. Besonders Sebastian Schuh befindet sich in Topform und konnte mit seinen elf Toren das letzte Spiel gegen die Reserve aus Erlangen-Bruck fast im Alleingang entscheiden. Neben seinen Vollstreckerqualitäten findet er aber auch immer wieder seine Nebenleute, wovon besonders Kreisläufer Christoph Nepf als sicherer Vollstrecker profitiert.
Zwar ist Schuh auch in der Abwehr ein Schlüsselspieler, dennoch ist man bei der HSG gut beraten, sich nicht alleine auf ihn zu konzentrieren. Denn die großen Trümpfe der Roßtaler sind ihre mannschaftliche Geschlossenheit und ihr Kampfgeist. Dazu kommt die hitzige Atmosphäre der stets sehr gut gefüllten Schulsporthalle, in der immer wieder wechselnd Spieler der Roßtaler über sich hinauswachsen. So geschehen beim 33:16 gegen den HC Sulzbach, bei dem sich der TSV regelrecht in einen Rausch spielte und den Gegner förmlich aus der Halle schoss.
Daher haben die HSG-Trainer Korn und Peer besonders diesen Faktor auf dem Schirm. Denn durch die einjährige Abstinenz der Roßtaler, den stets hart umkämpften und knappen Spielen in der Vergangenheit und dem Derbycharakter hat das Spiel eine besondere Brisanz –  und so erwartet die HSG ein richtiger Hexenkessel. In diesem kühlen Kopf zu bewahren wird umso schwerer, weil man sich bei der HSG Lauf/Heroldsberg murrend damit abfinden muss, dass man klar die Favoritenrolle zugeschoben bekommt.
In dieser Rolle fühlt man sich nämlich nicht so wirklich wohl. Während der Liga-Favorit aus Heidingsfeld einen souveränen Sieg nach dem anderen einfährt, macht man sich bei der HSG hingegen das Leben immer wieder selbst schwer. Aktuellstes Beispiel hierfür der letzte Auftritt gegen Auerbach, der zwar schlussendlich deutlich gewonnen wurde, bei dem man sich aber den Luxus leistete, den Gegner sehr lange im Spiel zu halten und sogar eine 5-Tore Führung verspielte. Und so behalten in Lauf und Heroldsberg – trotz des besten Saisonstarts aller Zeiten – doch wieder die Skeptiker die Oberhand. Diese werden auch nicht müde darauf hinzuweisen, dass den bisherigen 5 Heimspielen nur ein Auswärtsspiel gegenübersteht und die großen Brocken erst noch kommen. Zudem muss man in Roßtal auf das geliebte Haftmittel verzichten und so wird eine absolute Topleistung nötig, um den zweiten Tabellenplatz zu festigen.
Folglich ist das Team von Korn/Peer einmal mehr gefordert zu beweisen, dass man zurecht weit oben in der Tabelle zu finden ist. So reist die HSG zwar durchaus mit breiter Brust an, jeder Spieler hat aber verinnerlicht, dass man dafür an die bisher immer nur phasenweise gezeigten Topleistungen anknüpfen und sich diszipliniert an den Matchplan der Coaches halten muss. Nicht dabei sein werden neben Coach Hans-Peter Peer (beruflich) auch Ralf Schneider (verletzt) und Nils Kemper (privat).

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