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Knapper Sieg im Spitzenspiel

Posted by on 15. Oktober 2018

Die HSG Lauf Heroldsberg behält in einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel kühlen Kopf und setzt sich mit 25:24 gegen den bis dato ebenfalls verlustpunktfreien ASV Cham durch. Damit wiederholen die Mannen um die Trainer Peer/Korn exakt das Ergebnis vom letzten Spiel gegen den TV Erlangen-Bruck 2 und setzen sich weiter in der Spitzengruppe der Landesliga Nord fest.
In dem Topspiel des Spieltages zeigten beide Teams von Anfang an, dass sie nicht zu Unrecht oben in der Tabelle stehen, und schenkten sich nichts. Und so war die Anfangsviertelstunde auch die Phase, in der die Zuschauer die meisten Glanzpunkte zu sehen bekamen: schnelle Ballstafetten auf beiden Seiten, trickreiche Kreisanspiele und sauber zu Ende gespielte Spielzüge. Hier stachen gegen das hochgewachsene Abwehrbollwerk der Gäste vor allem die wieselflinken Rückraumspieler Meier und Scheuerer heraus. Besonders der geniale Spielmacher der HSG hatte einen Sahnetag erwischt und fand zudem immer wieder die Laufer Tormaschine Laugner am Kreis. Beide Mannschaften kämpften mit offenem Visier, die Tore fielen im Minutentakt und so stand es nach einer guten Viertelstunde 10:9 für die Heimmannschaft, was die Zuschauer schon mit einer weiteren Torgala rechnen ließ. Aber da steuerte der Chamer Trainerfuchs Turecek gegen und konnte mit der Anweisung die Angriffe länger auszuspielen und in der Abwehr eine Gangart nach oben zu schalten, Sand ins Getriebe der HSG streuen. Folge war, dass die Angriffe der Gäste zumeist bei angezeigtem Passiven Spiel abgeschlossen wurden und in der Abwehr die Anzahl der Zweiminuten-Strafen deutlich zunahmen. Außerdem verstanden es die Chamer hervorragend, die gefährliche Erste Welle der Lauf/Heroldsberger zu unterbinden.
Dadurch verlor die HSG etwas den Faden, nahm sich ungeduldig unvorbereitete Würfe und konnte vor allem aus den Überzahlsituationen zu wenig Profit schlagen. Zudem schlichen sich immer wieder technische Fehler im Aufbauspiel ein und so konnte die Heimsieben nur noch 3 Tore bis zum Pausentee erzielen. Der ASV Cham traf hingegen vor allem durch den sehr agilen Soukup noch 6 mal und so wurden bei einem 13:15 Halbzeitstand die Seiten getauscht.
Zum Pausentee fanden die HSG Trainer aber augenscheinlich die richtigen Worte und packten die richtige taktische Marschroute aus ihrer Trickkiste. Durch ein offensiveres und dynamischeres Heraustreten in der Abwehr sollte nämlich das spielerische Element im Chamer Angriffspiel unterbunden werden. Und diese Maßnahme fruchtete. So schafften es die Gäste vor allem nicht mehr das Spiel in die Breite zu ziehen und mussten Abschlüsse meist aus zentraler Rückraumposition wählen. Hier funktionierte aber der Lauf/Heroldsberger Verbund aus Abwehr und Torwart und so bissen sich die Chamer offensiv immer mehr die Zähne aus. Einzig Shooter Tahovsky bekam man nicht gänzlich in den Griff, der 5 seiner 7 Tore in der zweiten Spielhälfte erzielte.
Folge des defensiven Fokus beider Teams war ein zunehmend zerfahrenes Spiel, was durch viele Unterbrechungen gezeichnet war. Dies wurde noch durch die zuweilen etwas kleinlich anmutenden Pfiffe des Münchberger Schiedrichtergespanns verstärkt.
Weil die HSG die Fehlerquote im Angriff zudem wieder etwas reduzieren konnte, wurde erst in der 40. Minute beim 17:17 durch Tim Meier der Ausgleich hergestellt und in der Folge der Vorsprung bei 1 bis 2 Toren gehalten. Hier kritisierten die HSG Trainer nach dem Spiel, dass ihr Team nicht den Sack zumachte und Cham durch Ungenauigkeiten bei Pässen und einigen vergeben Chancen im Spiel ließ. Symptomatisch war dafür die letzte Spielminute, als bei einem Ein-Tore-Vorsprung und Ballbesitz die Chamer nochmal durch einen Fehlpass eine Angriffschance bekamen – die jedoch durch das gute Rückzugsverhalten der HSGler ohne Folgen blieb.
Andererseits stimmt positiv, dass die am Anfang der Saison noch als Sorgenkind ausgemachte Defensive der HSG zum spielentscheidenden Faktor wurde. Lediglich 9 Gegentore wurden in Halbzeit 2 zugelassen und somit ein echtes Spitzenteam geschlagen.
Knüpft man nun wieder an das schon gezeigte Offensivspiel von Saisonbeginn an, ist man für die nächsten schweren Aufgaben gut gewappnet.
HSG: Götz, von Borstel, Müller – Reisinger D. (2), Schneider, Schöffel, (1), Hager, Meier (4), Laugner (3), Kemper (1), Zahn (1), Räbel (1), Scheuerer (11/4), Reisinger L. (1)
ASV Cham: Graßl (2), Klima, Tahovsky (7), Maier, Mandaus (1), Reitmeier (1), Wittmann (2), Sperlich (1), Bistrian, Soukup (6/2), Steif (3), Fritsch, Kagermeier

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