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Das Wunder bleibt aus

Posted by on 14. Mai 2018

HSG Lauf/Heroldsberg kann eine tolle Saison nicht krönen und spielt auch kommende Saison in der Landesliga
Die HSG verliert das zweite Relegationsspiel gegen dem Eichenauer SV mit 22:30 und muss sich so letztendlich deutlich dem Vizemeister aus der Südstaffel geschlagen geben. Das Ergebnis des zweiten Spiels fiel dabei aber um ein paar Tore zu hoch aus und spiegelte nicht die kämpferisch starke Leistung der Mannen um die Trainer Korn und Peer wider. Dennoch musste man letztendlich die Überlegenheit des Eichenauer SV in den beiden Spielen anerkennen.
Die Ausgangssituation vor dem Spiel war klar: nach der 7 Tore Niederlage im Hinspiel stand die HSG mit dem Rücken zur Wand. Das Positive dabei war, dass man nach der durchwachsenen Leistung im Münchner Vorort genug Ansatzpunkte gefunden hatte, das Rückspiel erfolgreicher zu gestalten. Und so war der Matchplan für die HSG klar: durch eine aggressive Abwehr die leichten Rückraumtore verhindern und im Angriff geduldig klare Torchancen herausspielen, um bis zur Halbzeit wieder einigermaßen in Schlagdistanz zu kommen.
Die beiden Unparteiischen machten schnell klar, dass sie in dem Spiel keine unnötige Härte aufkommen lassen wollten und so musste die HSG gleich in der dritten Minute die erste Unterzahl hinnehmen. Sofort stach einer der großen Trümpfe der Eichenauer: Ihre Cleverness in brenzligen Situationen. So spielten sie geduldig ein 2:0 heraus und versetzten der HSG so einen ersten Wirkungstreffer. Kurz darauf mussten die Gastgeber einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als Lukas Frank seinen Gegenspieler beim Gegenstoß berührte und dafür eine harte, aber zu vertretende direkte rote Karte gezeigt bekam.
Doch genau in dieser Situation rückte die HSG noch einmal zusammen, bäumte sich auf und hatte ihre stärkste Phase. Trotz Unterzahl wurde beim 2:3 der Anschluss hergestellt, vorne erste spielerische Glanzpunkte gesetzt und schließlich bis zur 13. Minute beim 6:5 die erste Führung erkämpft. Aber gerade als man gezeigt hatte, dass Eichenau verwundbar war, stand sich die HSG entscheidend selber im Weg. So schaffte man durch technische Fehler und einer Vielzahl von vergebenen Chancen nicht, den Druck auf die Gäste aufrechtzuhalten, was diese eiskalt ausnutzten und sich nervenstark die Führung zurückeroberten (6:8 in der 16. Minute). Obwohl die HSG immer wieder aufblitzen ließ, warum sie sensationell Vizemeister der Nord-Staffel geworden ist, schaffte es der taktisch bestens eingestellte Eichenauer SV diese Führung bis zum Halbzeittee zu verteidigen.
Mit nun insgesamt 9 Toren Rückstand zeigte die HSG nach Wiederanpfiff dann endgültig Nerven. Zwar wurde durch eine offene Manndeckung die Ultima Ratio gewählt und auch erfolgreich umgesetzt. Aber wieder schaffte man nicht die gewonnenen Bälle im gegnerischen Tor unterzubringen. Und so zog Eichenau Tor um Tor zum vorentscheidenden 11:17 in der 38. Minute davon und konnte im Anschluss den Vorsprung erfolgreich verwalten. Dies wurde auch dadurch begünstigt, dass die Eichenauer vorne immer wieder geschickt 2 Minuten Strafen zogen, in der Abwehr selber nicht merklich zurückzustecken, aber straffrei blieben. Folglich spielte die HSG in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit fast permanent in Unterzahl (vier 2-Minuten Strafen sowie eine direkte rote Karte gegen Nicolai Schöffel) – und es setzte sich langsam die Erkenntnis durch, dass das Spiel entschieden war. Zwar gelang es der HSG bis zur 48. Minute noch einmal auf 3 Tore zu verkürzen, danach schwanden aber langsam die Kräfte um dem Schaulaufen der jungen Eichenauer Garde – getragen von ihren zahlreich angereisten und nimmermüden Fans – noch entscheidend etwas entgegenzusetzen. Letztendlich fiel das 30:22 für Eichenau ein paar Tore zu hoch aus, der Sieg im zweiten Spiel war für Eichenau aber wieder nicht unverdient.
Unterm Strich konnte die HSG in keinem der beiden Relegationsspiele eine Topleistung abrufen, die nötig gewesen wäre, um die kämpferischen und enorm cleveren Eichenauer in Verlegenheit zu bringen. Dies lag zum einen an einem Gegner, der – taktisch bestens eingestellt – wusste wie man die Stärken der HSG effektiv eindämmt, zum anderen aber auch schlicht an der mangelnden Konstanz und der einfachen Fehler im Spiel der HSGler. Obwohl sich die Lauf/Heroldsberger in diesen zwei Spielen unter Wert verkauft haben, soll dies nicht die Leistung einer tollen Saison schmälern. Als Fast-Absteiger ist die HSG in einer sehr starken Landesliga Vize-Meister geworden. Mit Herzblut, Teamgeist und Leidenschaft hat man dabei nicht nur die finanziell hochgerüstete Konkurrenten hinter sich gelassen, sondern auch wieder Handballbegeisterung in den alten Hochburgen Lauf und Heroldsberg entfacht.
Nicht zuletzt hat man auch etwas in diesen beiden Spielen von Eichenau gelernt – und zwar welche kleinen Mosaiksteinchen noch fehlen, um in die Bayernliga aufzusteigen.
Die HSG bedankt sich herzlich bei Ihren Fans und Unterstützern und freut sich mit der Lauf/Heroldsberger Handballfamilie in der nächsten Saison gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen.
Abschließend gratuliert das Team  an dieser Stelle noch einmal dem Eichenauer SV zum verdienten Bayernligaaufstieg.
HSG: Götz, von Borstel – Schöffel, Funke (4), Maußner, Schneider (4), Artz (2), Laugner (3/2), Kaltenhäuser (1), Meier (2), Kemper (2), Zahn (1), Scheuerer (3/1), Frank
Eichenauer SV: Udovicic (4), Bauer (3), Riemschneider C. (5/1), Winkler (1), Schweitzer (1), Steinherr (4), Lutz (1), Zerbes (3/1), Burtscher (2), Ortmeier (3), Trapp, Bauer (1), Riemschneider M. (2), Staudt

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